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SPRINTS

All That Is Over

Wie reagierst du als Mitglied einer unbekannten Band darauf, wenn ihr plötzlich der neueste heiße Scheiß seid und dein spaßiges Hobby plötzlich dein Leben dominiert? (Ex-)SPRINTS-Gitarrist Colm O’Reilly hat nach dem Hype um das Debüt „Letter To Self“ kapituliert und hingeschmissen. Die anderen waren zwar überrascht, ziehen ihr Ding jetzt aber einfach in Vollzeit durch. Mit Zac Stephenson als neuem Gitarristen packen die Iren ihr Lebensgefühl in Musik: Bedrohlich, beunruhigend, wütend bis aufgewühlt, aber trotzdem immer mit einem Hoffnungsschimmer am Horizont. Konsequenterweise stilistisch abwechslungsreicher als das Debüt ist das geraten. Klassischer SPRINTS Garage-Post-Punk trifft Surfrock, Shoegaze und harte Industrial-Klänge. Dabei sprechen sie nicht nur diverse unbequeme Wahrheiten an, sondern liefern auch klare politische Statements und bieten mit der Verarbeitung persönlicher Erfahrungen reichlich Anknüpfungspunkte. „Make a lot of noise and make a lot of noise matter“, bringt Bandneuling Zac das auf den Punkt. Und mal ganz ehrlich, wer kann schon nein sagen zu guter Musik auf limitiertem, nummeriertem marbled curaçao und black Vinyl inklusive Bonus-7“ und A4-Kunstdruck? Dinked Edition it is.

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