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TERROR

Still Suffer

Ein neues TERROR-Album ist natürlich jedes Mal ein Grund zur Freude. Dass der zehnte Output der Hardcore-Veteranen aus Los Angeles aber so einen Impact hinterlässt, lässt selbst den geneigten Rezensenten staunen und ehrfürchtig durch die Bude moshen. „Still Suffer“ strotzt vor Energie und Leidenschaft. Dass die Band sowohl musikalisch als auch textlich noch nie wirklich kleinlaut war, ist bekannt. Und dennoch ist das zehnte Album nichts weniger als ein massives Statement, das in seiner Wucht und Ausrichtung nicht selten an Großtaten wie „Keepers Of The Faith“ erinnert. Eingebettet in eine alles zermalmende Produktion, zeigen die zehn Songs, wie authentischer und dynamischer Hardcore zu klingen hat. Dazu hagelt es tonnenweise Hits. Der Titeltrack, das mit Jay von MINDFORCE veredelte „Beauty in the losses“ oder auch „Fear the panic“ zeigen, dass TERROR immer dann am besten sind, wenn sie ihre massiven Hardcore-Eruptionen mit einer leichten Punk-Note versehen, vor allem in den Refrains gibt es sofortigen Mitsing-Alarm. Hinzu kommen die schon seit jeher gewohnten Thrash-Metal-Vibes, die die Breakdowns und Moshparts umso zupackender gestalten. In den Texten wird viel reflektiert, zurückgeblickt und persönlicher Struggle verarbeitet, das ist aber immer mit genug Empowerment versehen, um dabei nicht in Lethargie zu verfallen. TERROR wollen niederreißen und gleichzeitig aufbauen und brauchen dafür nicht mal eine halbe Stunde. Noch mal zum Mitschreiben: die Band hat ihr 25-jähriges Jubiläum vor der Nase und agiert mit demselben Heißhunger und derselben Liebe zur Musik wie zu Beginn ihrer Karriere. Dafür gebührt ihnen Respekt, wie auch für eine der mit Sicherheit besten Scheiben des Jahres.

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