
Fans sind manchmal ein undankbares Pack. Anlässlich der Ankündigung des ersten SUPERHEAVEN-Albums seit gut zehn Jahren gab es eine komplett überflüssige Diskussion in den Kommentarspalten, weil das Artwork des selbstbetitelten Werks nicht den breiten Geschmack traf. Sofort wurden erste Stimmen laut, die der Band den Gebrauch von KI vorwarfen, es bildeten sich Lager – man kennt das Spiel. Leute, chillt mal – so wie die Band! Auch nach den Jahren eingeschränkter Aktivität haben uns SUPERHEAVEN nichts zu beweisen und da alle Mitglieder auch in anderen Projekten aktiv sind, ist auch niemand eingerostet. Die 2025er Version der Band liefert alle Trademarks, kommt gefühlt aber eine Spur heavier daher. Hin und wieder meint man sogar, eine DEFTONES-Gitarre zu herauszuhören. Das steht SUPERHEAVEN gut und schafft Perspektiven. Und auch wenn das Gesamtbild als durchaus homogen bezeichnet werden kann, besitzt die Tracklist doch Dynamik. So walzt der Opener „Humans for toys“ massiv und schwer, während das bereits bekannte „Numb to what is real“ weitaus lebendiger daherkommt. Höhepunkt der Abwechslung ist das in der zweiten Albumhälfte platzierte „Next time“, das sich für ihre Verhältnisse extrem leicht und eingängig präsentiert und um ein Haar als Pop-Song durchgehen könnte. SUPERHEAVEN sind in Bestform zurück und haben ein rundum authentisches Werk im Gepäck – also chillt mal!
© by Fuze - Ausgabe #111 April/Mai 2025 und Christian Biehl
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #122 Oktober/November 2015 und Tim Masson
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #179 April/Mai 2025 und Moritz Friedenberg
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #120 Juni/Juli 2015 und Tim Masson
© by Fuze - Ausgabe #111 April/Mai 2025 und Christian Biehl
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #179 April/Mai 2025 und Moritz Friedenberg