
Von der Schülerband zur Emo-Rock-Hoffnung. Konnte das Quintett mit seinen beiden bisherigen Veröffentlichungen, einer EP und einem Album, bereits überzeugen, legen SWEET PILL nun mit ihrem zweiten Langspieler nach. Den grundlegenden Sound haben sie auf „Still There’s A Glow“ nicht geändert. Noch immer ist die Band aus Philadelphia dann am stärksten, wenn Sängerin Zayna aus dem atmosphärischen Dunst der Gitarren auftaucht und den Song mit einem ausladenden Refrain an sich reißt. Die besten Beispiele dafür sind „Glow“ oder „Rotten“. Aber auch wenn die Instrumentierung etwas luftiger gestaltet wurde wie in „Slow burn“ oder „Holding on“, agieren SWEET PILL durchweg mitreißend. Die Melodien und Rhythmuswechsel sitzen. Langweilig wird „Still There’s A Glow“ nie. Die Songs klicken einfach, was nicht verwunderlich ist, haben die Musiker die ersten Ideen zum Album doch komplett verworfen und gemeinsam noch einmal gänzlich neues Material erarbeitet. Diese engere Kollaboration kann man nun auch hören. Abenteuerlustig und mitreißend unterhält das Album zu jeder Sekunde, ohne dabei Tiefgang vermissen zu lassen.
© by - Ausgabe # und 20. März 2026
© by Fuze - Ausgabe #117 April/Mai 2026 und Manuel Stein
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