
Okay, bei dem Cover rechnet man mit der nächsten mediokren Death Metal-Scheibe, aber IRREPARABLE aus Melbourne kochen ein völlig eigenes Süppchen. Die Zutaten sind so gut gewählt wie ungewöhnlich und vermischen Black Metal mit Industrial Electronica und Dark Wave. Das Verblüffende dabei ist, dass das nicht nur funktioniert, sondern den Hörer direkt in den Bann zieht. Das Trio verzichtet dabei vollständig auf ein Schlagzeug, das mal durch pulsierende Beats, mal durch maschinelles Gestampfe ersetzt wird, was der Musik ein ganz eigenes Klangbild verleiht. Die Songs sind dabei in ständigem Fluss und selbst die härteren Vertreter zu Beginn des Albums lassen neben schwarzmetallischer Raserei plötzlich abebbende Passagen mit melancholischem, ruhigem Gesang und einer einsamen Violine zu. In der zweiten Hälfte des Albums steigt dann der Anteil ruhigerer Songs, der Gesang wagt sich an folkige Melodien und klassischen New Wave Marke SISTER OF MERCY meets THE ALARM. „The Fate Of All Life“ von IRREPARABLE ist so ungewöhnlich wie faszinierend, solch positive Überraschungen würde ich mir öfter wünschen. Repeat.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #183 Dezember 2025/Januar 2026 2025 und Ollie Fröhlich