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The Last Flight

Das Verschwinden der US-Flugpionierin Amelia Earhart am 2. Juli 1937 ist bis heute ein Rätsel – und bleibt ungelöst: zuletzt hatte 2024 eine Expedition im Pazifik nahe Howard Island, auf halbem Wege zwischen Hawaii und Australien gelegen, tief im Meer vermeintlich das Wrack ihrer Lockheed Electra lokalisiert, doch Anfang November musste man eingestehen, nur einen Stein gesehen zu haben. Im Gegensatz zum Nazi-Sympathisanten Charles Lindbergh ist Amelia Earhart bis heute eine (feministische) Lichtgestalt, die sich in einer Männerwelt durchsetzte, und PUBLIC SERVICE BROADCASTING aus London haben ihr mit „The Last Flight“ ein monothematisches Album gewidmet. Das Innere der Klappcovers zeigt eine Weltkarte mit der Route ihrer geplanten Weltumrundung – einzelne Stationen sind mit den Songtiteln markiert. Im Englischen wurde sie übrigens – ein wunderschönes Wort – als „aviatrix“ bezeichnet. Einen Abriss ihrer Geschichte gibt es im exzellent gestalteten Booklet, in dem neben historischen Zeitungsartikeln auch die Texte abgedruckt sind sowie Fotos aller 42 Personen, die an der Entstehung der teils orchestralen Musik hier beteiligt waren. Als „Produzenten dokumentarischer Musik“ wurden PUBLIC SERVICE BROADCASTING mal beschrieben, und das trifft es – „The Last Flight“ ist ein Audiogemälde, teils mit Gesang, teils mit Audiospuren mit (nicht originalen, aber so klingenden) Dialogen, irgendwo zwischen Post-Rock und Soundtrack. Ein spannendes, detailverliebtes Werk.

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