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QLOWSKI

The Wound

Ein Bandname, der wirkt, als habe man ihn mit Scrabble-Buchstaben zusammengewürfelt. Und sonderlich italienisch klingt er auch nicht. Dort, in Bologna, gründeten sich QLOWSKI 2016, übersiedelten dann aber nach London und veröffentlichten 2021 auf Maple Death Records (in Bologna) ihr Debüt „Quale Futuro?“, mit dem sie trotz pandemiebedingter Einschränkungen schon einige Aufmerksamkeit auf sich zogen. Den Nachfolger „The Wound“ veröffentlichte der italo-britische Fünfer, bestehend aus Michele „Mickey“ Tellarini (voc, gt), Cecilia Corapi (voc, key), Lucy Ludlow (bs), Christian Billard (dr) und James Luxton (perc, key), nun ebenfalls via Maple Death. „There’s no beauty without the wound“, schreiben QLOWSKI auf dem Textblatt unterhalb eines grobrasterigen Bandfotos und kontextualisieren den Titel etwas – „there’s a fine line between pleasure and pain“. Musikalisch sind sie eindeutig im Post-Punk-Genre zu verorten, aber gehören weder zu dessen sehr kontemporären Vertretern à la MOLCHAT DOMA noch in das Lager der eher punklastigen, lauten Bands wie die ebenfalls in London ansässigen GIRLS IN SYNTHESIS. Traditionspflege ja, handgemacht sì, aber irgendwie sehr kontemporär. Sie lieben feine Soundtexturen, vielschichtige Musik, über der Cecilias Stimme ätherisch leicht schwebt, ohne aber verzärtelt zu wirken. Irgendwie kommt mir immer wieder der THE DANSE SOCIETY-Song „These frayed edges“ in den Sinn, aber auch SAD LOVERS & GIANTS und eine Spur THE CURE sind da ... und dann sind sie doch wieder ganz eigen. Spannend und detailreich, vertraut und neu zugleich, ebenso leise wie intensiv. Oranges Vinyl, die LP kommt mit einem postergroßen Falt-Zine.

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