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MARSCHLAND

Traurige Trinklieder

Fernab vom Metal begibt sich Ernie Fleetenkieker (FÄULNIS) mit MARSCHLAND auf einen düsteren Solo-Pfad. Dabei wird auf „Traurige Trinklieder“ gänzlich auf elektronische Unterstützung verzichtet. Das Ergebnis sind vier rein akustische Titel, die stilistisch im völligen Gegensatz zu seiner Metal-Vergangenheit stehen. Wie der Name der EP schon ankündigt, steht in allen Stücken das Trinken im Mittelpunkt. Das darin gezeichnete Bild ist sehr dunkel und dystopisch. „Der saufende Nihilist“ dreht sich um einen Menschen, der alleine durch die Welt geht und im Alkoholrausch so weit aus sich herauskommt, dass er sturzbetrunken und pöbelnd aus seiner Stammkneipe fliegt. Diese Kneipenstudie setzt sich in den restlichen Titeln fort. Durch Textzeilen wie „Wir saufen, saufen uns zu Tode, wir saufen bis zum Exitus“ („Das Totgelage“) und „Schütten alles in sich hinein, denn dafür sind sie da“ („Kneipengeister“) wird schnell deutlich, welche Intention MARSCHLAND mit dieser Veröffentlichung vermutlich hat. Ein leicht verdaulicher musikalischer Leckerbissen sind „Traurige Trinklieder“ demnach nicht. Verstärkt wird dieser Eindruck durch eine kalte und unperfekte Vortragsweise, die nicht an klassische Singer/Songwriter erinnert. Das Digipak ist schlicht, aber ansprechend gestaltet. Leider haben die abgedruckten Songtexte eine noch geringere Schriftgröße als die Texte im Ox.

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