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BENZIN

Treibjagd

Punk, der seinerzeit auf Labels wie No Fun oder Konnekschen erschienen wäre, nur ist dieses 4.0-Upgrade tighter eingespielt worden, dazu natürlich mit den aktuellen Mitteln. Die Protagonisten sind Altbekannte aus diversen Berliner Bands, die ihrem Hang zu frühem deutschen Punk wie Anfang der 1980er freien Lauf lassen. Klingt so natürlich viel besser und frischer, als immer wieder dieselben alten Scheiben aufzulegen. Das Besondere ist diese Mischung aus NICHTS/HANS-A-PLAST-Gesang und dieser Gitarre, die nicht nur einmal verdammt nach East Bay Ray von den DEAD KENNEDYS klingt, dazu diese tighte Rhythmussektion. Was früher auf einer kompletten LP einfach durchgebolzt wurde, hat neben genau solchen Songs eben auch solche mit Tempowechseln, kurzen Stopps und natürlich wesentlich mehr musikalisches Können an den Instrumenten. BENZIN atmen die Luft der frühen 1980er mit der Frische der 2020er. Man könnte eventuell an der Spielzeit mäkeln, allerdings funktioniert das in genau dieser Länge geradezu perfekt.

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