Foto

DANEFAE

Trøst

Dass in Dänemark spannende Acts zu Hause sind, ist längst bekannt. DANEFAE und bestechen mit dem engelsgleichen Gesang ihrer Sängerin Anne Olesen, den warmen Akustikgitarren, dem verspielten Piano und jazzigen Drumming. So wird „P.S. Far er død“ mit seiner epischer Länge von fast 13 Minuten zu einem ätherischen Prog-Rock-Werk. Was bei „Trøst“ besonders in den Vordergrund rückt, ist die hohe Emotionalität der Musik. Auch in härteren Passagen wie bei „Vandskabt“ gelingt es der Band, den Fokus nicht zu verlieren, so dass der Hörer trotz der komplexen Schichtungen nie überfordert ist und schließlich mit sich auflösenden Spannungen und eingängigen Vocals belohnt wird. DANEFAE erfinden das Rad nicht neu, bringen aber einen frischen Spirit in den Prog-Sound, was nicht zuletzt auch an den dänischen Lyrics liegen mag, die den verspielten Instrumentals schmeicheln. Wer Progressive Rock mag, der hochdynamisch auch in Metal-Sphären abdriften darf, wird mit „Trøst“ ein kleines Highlight finden, das sich viel zu sehr versteckt. Woran mich das Coverartwork erinnert, lasse ich besser unkommentiert.

Anzeige