
Die Kölner Black-Metaller ULTHA erreichen spätestens mit ihrem fünften Studioalbum „A Light So Dim“ ein internationales Niveau, das in keinerlei Hinsicht Wünsche offen lässt und mindestens auf Augenhöhe mit US-Genregrößen wie DEAFHEAVEN oder WITTR agiert. Aber auch wenn Abwechslung Trumpf ist und viele fantastische atmosphärische Passagen Kopfkino generieren, haben sie den archaischen Biss, den das Genre einst ausgemacht hat – rasende Blastbeats, Verzweiflung, Katharsis – nicht verloren. Im Gegenteil. Songs wie „Hex upon your heads“ oder „To part the abelia springs“ sind an Angriffslust, Geschwindigkeit und Brutalität kaum zu überbieten. Höhepunkt des Albums ist das fast elfminütige „Her still singing limbs“, das treibende Drums, leicht dissonante, verspielte Gitarrensounds, Klar-, Keif- und weiblichen Sprechgesang auf unnachahmliche Weise miteinander verbindet. Ähnlich atmosphärisch geht es bei „Sister faith & sister chance“ zur Sache, während „What’s yours it’s yours to carry“ und „The quiet current“ angenehm an den Dark Rock von CRIPPLED BLACK PHOENIX erinnern. Ein Intro, das sich wirklich zu hören lohnt, und ein sehr interessantes, abstrakt gehaltenes Cover mit geschmackvoller Innengestaltung runden das 74-minütige (!) Doppel-Vinyl zu einem absoluten Meisterwerk ab!
© by Fuze - Ausgabe #73 Dezember/Januar 2018 und Britt Meißner
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #185 April/Mai 2026 und Michael „Slayer“ Schneider
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #129 Dezember16/Januar17 2016 und Jens Kirsch
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #123 Dezember 2015/Januar 2016 und Jens Kirsch
© by Fuze - Ausgabe #73 Dezember/Januar 2018 und Britt Meißner