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VELOCITY GIRL

Ultracopacetic

VELOCITY GIRL, benannt nach einem Song von PRIMAL SCREAM, gründeten sich 1989 in einem Vorort von Washington, D.C. Sie wurden keine Dischord-Band, obwohl es da Verbindungen gab, Drummer Jim Spellman war auch bei HIGH BACK CHAIRS. Im Gegensatz zu anderen Bands jener Zeit orientierten sie sich am immer noch nachhallenden britischen C86-Movement, die Releases auf Rough Trade und Postcard sollen für die Band nach eigenen Aussagen prägend gewesen sein. Nach einigen Singles, auch auf Sub Pop, veröffentlichten sie 1993 ihr Debüt „Copacetic“ auf Sub Pop, dem „¡Simpatico!“ (1994, Sub Pop) und „Gilded Stars And Zealous Hearts“ (1996, Sub Pop) folgten, bevor sich die Band Ende 1996 auflöste. Fast forward nach 2023: ein Jubiläumskonzert in Washington, D.C., dem drei weitere folgten – und die Ankündigung, dass die Band ihr Debüt neu abgemischt habe. Der Release ließ dann noch ein Jahr auf sich warten und liegt nun vor in Form einer Doppel-LP mit dem leicht geänderten Titel „Ultracopacetic“, auf deren erstem Teil sich das remixte Debüt befindet, ergänzt um ein paar Singles und Outtakes sowie eine Peel Session vom 20.03.1993. VELOCITY GIRL passten nur bedingt in den grassierenden Grunge-Hype jener Tage, als Sub Pop der heißeste Scheiß überhaupt war: VELOCITY GIRL mit der meist recht fragilen Stimme von Sarah Shannon waren weniger bärig bratzende Flanellhemdenträger:innen, sondern, wie geschrieben, eher britischer Indie mit einer Schwäche für shoegazige Elemente und so eine gewisse DINOSAUR JR-Distortion. Das Album hat seine Reize, gerade weil es bisweilen so „unfertig“ und rough wirkt, aber die Magie, die es seinerzeit entfaltete, reicht für mich nicht bis in die Jetztzeit hinüber.

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