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VENOM

Into Oblivion

Die 1979 im englischen Newcastle von Sänger/Bassist Cronos (Conrad Lant), Gitarrist Mantas (Jeffrey Dunn) und Schlagzeuger Abaddon (Anthony Bray) gegründeten VENOM sind eine dieser legendären Bands, denen man ihren Kultstatus im Bereich Metal trotz späterer personeller Querelen nicht mehr nehmen kann. Mit ihren Frühwerken „Welcome To Hell“ (1981), „Black Metal“ (1982) und „At War With Satan“ (1984) begründeten VENOM gleich ein eigenes Genre, das ihrem zweiten Album auch den Namen gab. Im Gegensatz zu den typischen Vertretern der damaligen New Wave of British Heavy Metal waren die rumpeligen VENOM Punk oftmals näher, was sich besonders beim Debüt zeigte, ein eigentlich gar nicht für eine Veröffentlichung vorgesehenes Demo, das ohne Einwilligung der Band als LP erschien. Ungewöhnlich war auch das Kokettieren mit Okkultismus und Satanismus beim Artwork und den Texten, was letztendlich aber nur das übliche, im Metal weit verbreitete inhaltsleere Posertum war. Inzwischen ist Cronos, der der Band von 1987 bis 1995 den Rücken gekehrt hatte, das einzige verbliebene Originalmitglied, während Dunn bei VENOM INC. aktiv ist (zeitweise auch Bray). Wie schon den Vorgänger „Storm The Gates“ von 2018 hat Cronos das neue Album zusammen mit Drummer Dante und Gitarrist Rage eingespielt. Was VENOM seit Mitte der 1990er auf Platte abgeliefert hatten, war eigentlich nie wirklicher Mist gewesen, aber „Into Oblivion“ überrascht dann doch durch seine rohe Direktheit und tighte Intensität. Definitiv mehr als nur ein akzeptables Alterswerk, wenn nicht sogar eine der besten Platten der 21st-Century-VENOM.

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