
Mächtig produzierter Streetpunk mit Dudelsack, der dem Sound einen gewissen irischen Folkpunk-Touch verleiht. Musikalisch geht das richtig ab und wenn dann neben dem Dudelsack auch noch der Offbeat mitmischt, ist die Hölle los. Einzig der Leadgesang gefällt mir überhaupt nicht. Ansonsten ist das unglaublich eingängig und ich sehe Menschenmassen in Stadien oder in Gewändern vor Burgen herumtanzen. Wer eine Band irgendwo zwischen DIE TOTEN HOSEN und REAL McKENZIES sucht, die die Party in den Vordergrund stellt, könnte mit ZUNAME in der Nische dazwischen voll ins Schwarze treffen. Das Material zu diesem fünften Album stammt aus einer Zeit, in der Corona noch das größte Problem war. Ich bin mir sicher, diese Band hat nach fast 30 Jahren Bestehens internationales Potenzial, gäbe es da nur nicht die Leute, die so etwas derzeit „blockieren“.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #111 Dezember 2013/Januar 2014 und Philip Jonke
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #181 August/September 2025 und Simon Brunner