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BLACK VEIL BRIDES

Vindicate

Ganze fünf Jahre mussten Fans auf ein neues BLACK VEIL BRIDES-Album warten, wenn das Ergebnis dann aber „Vindicate“ ist, dann kann man die lange Wartezeit sehr gut verzeihen. Bei „Vindicate“ bekommt man fast das Gefühl, dass die Band rund um Andy Biersack wieder zurück zu ihren Anfängen findet, ohne dabei in Nostalgie zu schwelgen oder alte Brötchen wieder aufzuwärmen. Sie sind älter geworden, erwachsener, und so auch ihr Sound. Dabei wird man das Gefühl nicht los, dass dieses Album ein ganz besonderes ist. Es ist vor allem nicht mehr selbstverständlich, ein Album auch als solches präsentiert zu bekommen. Das Intro „Invocation to the muse“ startet mit einer Orgel, es folgt ein Spoken-Word-Teil von Andy Biersack. Ein epischer Anfang, der vermuten lässt, was darauf folgt: ein Album, das geprägt ist von religiösen Symbolen und Anspielungen, die die Band clever in ihren Songs verpackt und damit eine Geschichte erzählt. Es geht um Rache, Wut, und vielleicht die Einsicht, dass man manchen Kreisläufen nicht entkommen kann. Musikalisch klingt die Band härter, wieder mehr wie in ihrer Anfangsphase. Vielleicht auch als Ausdruck der Wut. „Certainty“ gibt da die Power vor, und in „Hallelujah“ zeigt Andy Biersack, dass er auch immer noch ordentlich schreien kann. Trotzdem darf eine Ballade nicht fehlen, die mit „Cut“ gegeben ist und die Vielfältigkeit der Band unterstreicht. Mit „Eschaton“ ist dann das Ende erreicht – wortwörtlich, denn der Titel steht für die Endzeit. Hört man genau hin, erkennt man aber, dass das Ende von „Eschaton“ eigentlich nur der Anfang von „Invocation to the muse“ ist. Ein ewig währender Kreislauf. Und ein enorm gutes Album.

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