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VOIVOD

Symphonique

Die 1982 in Québec, Kanada gegründeten VOIVOD waren schon immer eine Ausnahmeerscheinung im Metal-Bereich und klangen von Beginn an (1984 erschien das Debüt „War and Pain“ auf Metal Blade) wilder und komplexer als andere Speed/Thrash-Metal-Bands dieser Zeit. Ihr mit erstaunlich eingängigen Melodien versetzter, extrem fordernder Prog-Thrash fand sich dabei auch immer wieder in Grenzbereichen von Hardcore und Punk wieder und ihre songwriterische jazzige Vertrackheit war auch nicht weit von den Landsleuten NO MEANS NO entfernt, die ebenfalls seit Anfang der 1980er aktiv waren. Hinzu kam ihr eigenwilliges Faible für dystopische Sci-Fi-Themen, die sich auch im an Métal hurlant-Comickünstler Philippe Druillet erinnernden Cover-Artwork widerspiegelten, bis heute gestaltet von Schlagzeuger und Gründungsmitglied Michel „Away“ Langevin, der neben Sänger Denis „Snake“ Bélanger noch von der ursprünglichen VOIVOD-Besetzung erhalten geblieben ist. Zuletzt erschien 2023 „Morgöth Tales“, ein Album mit eher retrospektivem Charakter, denn neun Songs der Platte waren Neueinspielungen alten Materials, neben einem neuen Stück und einer Coverversion des PUBLIC IMAGE LTD.-Songs „Home“. Auch „Symphonique“ bietet letztendlich nichts Neues in Sachen VOIVOD, handelt es sich doch nur um ein weiteres Live-Album. Allerdings wurden die insgesamt zwölf Stücke mit dem Quebec Symphony Orchestra eingespielt, was dem eh schon intensiven Prog-Thrash der Kanadier eine ungeheure zusätzliche Wucht verleiht und bisweilen an den irrsinnigen Jazz-Klassik-Bombast von EMERSON, LAKE AND PALMER heranreicht.

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