
Mit der munteren Country-Rock-Nummer „Buried over me“ (POCO-Fans werden’s lieben) steigen die selbsternannten „Sweet feel-good garage-rocker“ aus Mantua in ihr zweites Album ein, auf dem die LINGS ohne Scheuklappen Garage-Rock aus den 1960ern, 1970er Glam, Britpop und Psych aus einer imaginären Wundertüte ziehen. Dabei können straffe Up-and-down-Pogo-Songs direkt auf honigsüße, pianogetragene Sundowner-Balladen folgen, ohne dass es stört. Die LINGS haben mit ihrem tighten, mehrstimmigen Gesang und der meistens bratenden Gitarre ein Soundspektrum, das Bands wie WEEZER, FRATELLIS, aber auch REDD KROSS, die BEATLES, SUPERGRASS und auch GOODNIGHT LOVING unter einen Hut bringt. Die selbstbewusste Intonation und der detailverliebte Ansatz der Produktion von Giacomo Ferrigato und Matt Bordin verleihen dem Album den nötigen Punch, auch das stimmige Songwriting der Band überzeugt auf ganzer Linie, bleibt 100% glaubwürdig und das alles macht „We Can’t Be Friends“ definitiv zu einem der heißesten Alben des Jahres.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #179 April/Mai 2025 und Gereon Helmer