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WHITECHAPEL

Hymns In Dissonance

Es war schon länger von Phil Bozeman (voc) angekündigt und die erste Single „A visceral retch“ im September des letzten Jahres versprach diesbezüglich einiges: WHITECHAPEL machen wieder durchgehend harte und extreme Musik. Und das nicht in dem Sinne, wie „A bloodsoaked symphony“ auf ein recht harter Song auf einem insgesamt eher progressiven Album wie dem Vorgänger „Kin“ war. Nein, „Hymns In Dissonance“ ist, von einigen melodischen Soli abgesehen, ein durchgängiger Brecher, der die Lücke zwischen „A New Era Of Corruption“ und „Whitechapel“ füllt und inhaltlich das Konzept von „This Is Exile“ fortsetzt. Dennoch ist es kein reiner Rückschritt, weil die Fortschritte im Songwriting der letzten Jahre auch Einzug ins extremere Material finden. Riffing und Übergänge klingen eleganter und weniger willkürlich, als es auf den Frühwerken oft der Fall war. Auch die Atmosphäre pendelt sich zwischen den verschiedenen Phasen des Bandsounds ein: Regierte auf den ersten drei Alben durch die stimmungsvollen Leadgitarren eine endzeitliche Atmosphäre, die zu den Horrorgeschichten in den Texten passte, ist „Hymns In Dissonance“ weniger an Deathcore sondern mehr an der düsteren Stimmung von klassischem Death Metal ausgerichtet. Unterm Strich bedeutet das keine echte Rückkehr zum „klassischen“ WHITECHAPEL-Sound, zeigt die Band aber fokussierter als je zuvor.

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