
Ein neues SEXTILE-Album, das einen wieder dahin zurück befördern kann, wo die Wurzeln der ersten beiden Tonträger, „A Thousand Hands“ und „Albeit Living“ einst lagen. Mittlerweile musizieren die aus Los Angeles stammenden Melissa Scaduto und Brady Kheen nur noch als Duo und „Standing Toms“ wurden aus ihrem Repertoire der Instrumente gestrichen. Kurz nach dem Release ihres zweiten Albums „Albeit Living“ gingen sie auf Europatour und liebäugelten schon damals mit hin und her jumpenden Beats und neben Synthie-Klängen gab es Gitarren und eben Teile eines Schlagzeug zu hören. Damals spielten sie in Berlin im kleinen Saal vom alten Magnet Club, bevor der aufgrund der Pandemie geschlossenen wurde (mittlerweile ist das Gebäude komplett gentrifiziert). An diesem Abend war auch die Band THE KVB gebucht und bestimmt nicht wenig überrascht, dass eine wenig aufregende Vorgruppe anscheinend mehr Gäste für den schlecht besuchten Konzertabend (40 Zahlende) begeistern konnte als die eigentliche Hauptband. Von da an ging es offensiver in Richtung Rave, Techno und elektronischem 1990er-Jahre-Dancefloor. Es gibt Anleihen von Acts wie PRODIGY oder ATARI TEENAGE RIOT!, die mir in Summe zu elektronisch auf Partytime getrimmt wurden. Konzerte der Band sind aktuell oft ausverkauft, aber mit der Musik von 2015 hat das nur noch entfernt etwas zu tun.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #136 Februar/März 2018 und Joachim Hiller
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #122 Oktober/November 2015 und Joachim Hiller
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #180 Juni/Juli 2025 und Nico Pfüller