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OIRO

Zweite Kasse bitte

Auf Album Nr. 3 nach dem Ausstieg von Drummer ToMo_01 haben OIRO dessen Nachfolger, den Roland 505, endlich so richtig im Griff und spielen in den insgesamt elf neuen Liedern wie entfesselt darauf los. Dabei nutzen sie Einflüsse von Dance-Fun-Punk, Alter Neuer Deutscher Welle, Gaga-Wave oder Synthie-Noise, die sie gekonnt mit ihrem ureigenen Sound vermischen. Gleich beim Opener „Steine und Keulen“ spielen sie ihre Stärken gekonnt aus. Akkis knarzender Bass knallt mit seinem treibenden Lauf aus den Lautsprechern, bevor der Song sich bis zum Refrain langsam steigert. Bauer Jonnys Gitarren sind oft herrlich krachig („Herpes im Regal“), manchmal aber auch erstaunlich relaxt akustisch („Kaugummiautomat“) oder verspielt („Ungerechtigkeit ist keine Ansichtssache“). Dazu kommt wie immer seine typische rotzige Stimme, der man das spitzbübische Grinsen jederzeit anhört. Für „Zweite Kasse bitte“ holten sich OIRO erneut Peta Devlin (OMA HANS, DIE BRAUT HAUT INS AUGE) als Produzentin ins Boot und auch Volker Albrecht (DIE SCHWARZEN SCHAFE) zeichnet für die Aufnahmen verantwortlich. Tipp: Entweder das Album so laut hören, dass beim Nachbarn die Tassen im Schrank zu tanzen beginnen, oder mit dem Kopfhörer lauschen, denn da entdeckt man so manches Sounddetail, das ansonsten untergeht.

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