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Interviews & Artikel

FUCKED UP

Blind date

Ende Januar waren FUCKED UP im Zuge ihrer Europatour zu Gast im Kölner Luxor. Bevor die sechs Kanadier auf die Bühne gingen, nahm deren Schlagzeuger Jonah Falco sich etwas Zeit für ein Gespräch über die Musik anderer Bands.

CULTURE ABUSE „Chinatown“


Das sind CULTURE ABUSE. Ich habe mit meiner anderen Band CAREER SUICIDE zusammen mit ihnen in Santa Rosa gespielt. Um ehrlich zu sein, sie haben uns an dem Abend die gottverdammte Show gestohlen. So habe ich David und den Rest der Band kennengelernt, sehr nette Menschen. CULTURE ABUSE sind auf dem Weg nach oben, wenn sie nicht schon dort sind. Sie nehmen ein Album mit Brett Gurewitz auf, veröffentlichen auf Epitaph und sind momentan in aller Munde.

TRAGEDY „Enter the void“

Das hört sich nach TRAGEDY an. Von welchem Album ist das?

„Fury“, das aktuelle.

Ich konnte es bis jetzt noch nicht hören, aber der Wiedererkennungswert ist sofort da. Yannick ist bis heute ein guter Freund und ein Unterstützer von FUCKED UP. Er hat uns schon mehrfach geholfen und den Arsch gerettet. Als unser Wagen in den Bergen von Oregon den Geist aufgegeben hat, ist er mit seinem Van gekommen. Während wir mit dem Van weiter nach Kalifornien gefahren sind, ist er mit dem Bus acht Stunden zurück nach Hause gefahren. Was soll ich sagen, TRAGEDY sind nicht nur unglaublich herzliche Menschen, sondern auch eine der wichtigsten Hardcorebands unserer Ära. Sie haben kurz vor uns angefangen, waren sofort eine große Sache, und das sind sie bis heute geblieben.

AYS „Floodgates“

Ich weiß nicht wer das ist, hört sich aber cool an. Moderner Hardcore mit Mosh-Elementen und Melodien. Passt bestens nach TRAGEDY. Du sagst das ist eine deutsche Band, sind die groß hier?

Sie finden auf jeden Fall Beachtung.

Ich bin nicht mehr so wie früher im Netzwerk der Szene involviert, trotzdem schnappe ich hier und da noch etwas auf. Das ist mir auch sehr wichtig. Zu wissen was los ist, hilft dabei, seinen eigenen Platz in der ganzen Sache besser zu erkennen. Natürlich gibt es bei populärer Musik immer einen Generationskonflikt, hin und wieder klinke ich mich da dann aus. Aber selbst wenn ich ästhetische Entscheidungen nicht immer nachvollziehen kann, ist es schön zu sehen, dass daraus eine Gültigkeit für neue Generationen von Punks wird.

FORGETTERS „I’m not immune“

Hier haben wir direkt ein Beispiel wie wenig ich auf dem Laufenden bin. Ich habe keine Ahnung wer das ist.

FORGETTERS, eine Band von Blake Schwarzenbach.

Peinlich, aber der Name sagt mir gar nichts. Sorry, Blake! Gefällt mir aber. Natürlich mag ich JAWBREAKER, „Dear You“ ist ein unfassbares Album. Es ist schon eine interessante Situation. Was macht man, nachdem man etwas geschaffen hat, was für so viele Leute eine so große Bedeutung hat. Glücklicherweise werden FUCKED UP nicht mit so einer Erwartungshaltung konfrontiert. Weißt du, es überrascht mich nicht, wenn sich Bands wieder zusammentun. Als Musiker will man Musik spielen. Dieses ganze Bandauflösungs- und Reunionding ist einfach typisch für unsere Zeit. Vor ein paar Generationen wurde um das Thema noch nicht so viel Aufhebens gemacht.

DIRECT HIT „Perfect black“

Das hört sich nach Pop-Punk an. Ist das aus den Neunzigern?

Das sind DIRECT HIT. Deren Album ist letztes Jahr auf Fat Wreck erschienen.

Cool, mir war nicht bewusst, dass es noch Bands gibt, die diese Art von Sound so originalgetreu spielen. Mitte der Neunziger war ich großer Fan von so was. Nicht ganz Subkultur, aber irgendwie unterhalb des Mainstreams. Da habe ich immer noch eine Schwäche für, allerdings kenne ich in dem Feld auch meine Klassiker. Als Teenager kam es einem so vor, als würde diese Musik aus dem Nichts kommen. Heute weiß ich natürlich, wieviel davon in den Achtzigern verwurzelt ist. Das macht es aber noch cooler, dass eine Band wie die NIGHT BIRDS auch von Fat Wreck veröffentlicht wird.

NAILS „Scum will rise“

NAILS. Was soll ich sagen? Wir kennen Todd schon aus seiner Zeit vor dieser Band, als wir mit BLACKLISTED zusammengespielt haben. Ein guter Musiker. Die Kombination aus Death Metal und Hardcore macht für mich absolut Sinn. INNUMERABLE FORMS wären eine Band, die ich in dieser Richtung erwähnen möchte.

SPIRITUALIZED „A perfect miracle“

Oh ja, das neue SPIRITUALIZED-Album. Der erste Track auf der A-Seite. Ich liebe die Band, das Album gefällt mir sehr gut. Beim ersten Hören habe ich mich gefragt, warum sich die Musik nach Werbung für ein tropisches Urlaubsresort anhört. Nur wenige Bands schaffen es, einen Anachronismus so zeitgemäß klingen zu lassen. Eine softe psychedelische Version der STOOGES. Ich bin großer Fan.

ARMAND HAMMER „Pakistani brain“

Moment, ich komme drauf. Oder auch nicht. Ich bin ein Poser. Wer ist das?

ARMAND HAMMER

Mir gefällt der New York-Stil der Neunziger Jahre. Außerdem ist die Stimme bemerkenswert. Natürlich achte ich bei Hip Hop darauf, wie die Drums produziert sind.

SUMA „Headwound“

Heavy. Ich habe keine Idee. Es hört sich böse an. Und crustig. Ein wenig wie HIS HERO IS GONE, aber die sind es nicht. Das hat auch Stoner-Elemente. In Richtung ELECTRIC WIZARD, SLEEP, COUGH oder EYEHATEGOD.

Die Band heißt SUMA und kommt aus Schweden.

Ich finde es cool. Ich kiffe nicht sonderlich viel, komischerweise kann ich zu Bands wie SLEEP aber ganz gut trainieren.

Zu welcher Straight Edge-Band schießt du dich im Gegenzug bevorzugt ab?

Zu allen! Wenn du UNIT PRIDE oder WIDE AWAKE hörst und dich dabei zuschüttest, intensiviert es das Ganze um ein Vielfaches. Alleine wie häufig YOUTH OF TODAY auf Partys gespielt wird. Es ist mitreißende Musik, bei der alle den Text kennen. Das passt in dem Kontext sehr gut.

THE DOLE „Hands off our fish America“

Ich habe wieder keine Ahnung.

THE DOLE aus Vancouver.

Verdammt, ich habe sogar den Kanada-Kontext vermasselt. Ein sehr punklastiger Oi!-Sound. Mir gefällt es, wie die Band inhaltlich ein Thema aufgreift und angeht. Ich meine, es besteht keine Chance, mit Musik die Fischerei-Politik eines Staates zu ändern. Aber wenn man jung ist, spricht nichts dagegen, Stellung zu beziehen und sich die Lunge aus dem Leib zu schreien. Es ist eine gute Sache, wenn Musik und Politik zusammengebracht werden. Es gibt verschiedenste Arten, das zu machen. In jedem Fall gibt es in der Welt zu viel Scheiße, als dass man sich nur darauf konzentrieren sollte Spaß zu haben.

Lars Koch

Webseite

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #143 (April/Mai 2019)

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