DREAM DROP

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Die Blaupause vom schwarzen Schloss

Die Band aus Göteborg hat sich für ihr neues Album ein loses Konzept ausgedacht, über das wir mit ihrem Sänger Joar gesprochen haben.

Euer neues Album heißt „Blackcastle“ und es scheint, als hättest du davon eine ganz konkrete Vorstellung. Könntest du erklären, wofür „Blackcastle“ steht und wie sich diese Idee im Album widerspiegelt?

Ich sehe „Blackcastle“ als den Geist selbst, eine sich ständig verändernde Festung, die aus Kontext, Emotionen und Gedankenfragmenten besteht. Es gibt keine klaren Handlungsstränge von A nach B, nur einen chaotischen Fluss. Die Burg ist eine Manifestation der Wahrnehmung, und das Album erkundet meine Reise durch diese inneren Räume.

Als ich las, was hinter der Idee von „Blackcastle“ steckt, erinnerte es mich an das Videospiel „Blue Prince“, das auf einer ähnlichen Idee einer sich ständig verändernden Struktur basiert. Gibt es da vielleicht einen Zusammenhang?
Ich hatte zuvor noch nie von „Blue Prince“ gehört, aber ich habe es eben nachgeschlagen und es sieht tatsächlich sehr interessant aus. Ich werde es auf jeden Fall ausprobieren.

Welche Rolle hat das „Blackcastle“ Konzept für das Album gespielt – und findet sich die Idee dahinter auch in deinem Alltag wieder?
Das Konzept hat das Album stark geprägt. Es funktioniert fast wie eine Art Therapie: Man bewegt sich durch verschiedene „Räume“, in denen die Emotionen eine physische Gestalt annehmen, wodurch es leichter wird, sich ihnen zu stellen. Das Album ist im Wesentlichen eine Dokumentation dieses Prozesses. Es spiegelt definitiv auch mein tägliches Leben wider, in der Art, wie ich Gedanken und Emotionen verarbeite.

„Blackcastle“ ist der Traum von einer perfekten Zukunft – hast du das Gefühl, dass ein solches Idealbild in der heutigen Zeit angesichts all der Probleme, mit denen wir als Menschheit derzeit konfrontiert sind, immer attraktiver geworden ist?
Wenn man es logisch betrachtet, ist etwas so Einfaches wie der Besitz eines kleinen „Schlosses“ oder einfach nur eines Hauses im Wald für viele Menschen zu einem fast unerreichbaren Traum geworden. In diesem Sinne ist es sehr relevant. Es kann eine Zukunft symbolisieren, die uns versprochen wurde, die wir aber vielleicht nie wirklich erreichen werden.

Ist die Vorstellung einer perfekten Zukunft vielleicht auch etwas, das einen bremst, weil es das Versprechen einer Utopie ist, die wir niemals erreichen können?
Ich glaube, das trifft auf viele Menschen zu. Für mich war das auf jeden Fall zeitweise so, und das Album thematisiert genau das: wie das Streben nach einer idealisierten Zukunft einen letztendlich aufhalten kann.

Das Gespräch wurde jetzt ein bisschen philosophisch, aber mir gefällt die Idee hinter dem Album wirklich gut und hat mich dazu gebracht, selbst über „Blackcastle“ nachzudenken!
Kein Problem, es hat mich auch zum Nachdenken animiert. Danke!

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