FIT FOR A KING

Foto© by Trevor McGoldrick

Urgesteine

Seit fast 20 Jahren sind FIT FOR A KING aus Texas nun schon eine Band und seit mehreren Alben auch immer wieder für ein Gespräch bei uns zu Gast. Heute sprechen wir mit Sänger Ryan über das aktuelle Album „Lonely God“ und darüber, wie die letzten Jahre sein Leben verändert haben.

Mir ist gerade aufgefallen, dass wir 2020 und 2022 schon mal Interviews zu den letzten Alben geführt haben, daher freue ich mich sehr, wieder mit dir zu sprechen! Wie geht es dir? Und wenn du auf die letzten Jahre zurückblickst, in denen so viel in der Welt passiert ist – wie hat all das dein Leben und das neue Album beeinflusst?

Schön, wieder mit dir zu plaudern! Und ja, die Welt hat sich seit unserem letzten Gespräch in vielerlei Hinsicht verändert. Ich glaube, die Jahre 2020 bis 2022 haben meine Prioritäten in Bezug auf Familie und Musik wirklich stark verändert. Das hat sich auch auf das neue Albums ausgewirkt, bei dem wir alle das beigetragen haben, was wir lieben, und nicht nur etwas, um Leute zu beeindrucken oder unsere Hater dazu zu bringen, uns zu mögen.

Ich erinnere mich, dass deine Texte auf früheren Alben immer sehr persönlich waren und von deinen eigenen Erfahrungen handelten. Ist das bei „Lonely God“ wieder so? Wenn du die Botschaft des Albums auf eine Sache oder Erfahrung reduzieren müsstest – welche wäre das und warum?
Es gibt definitiv einige Tracks auf „Lonely God“, die so sind. Vor allem Songs wie „Between us“ oder „Shelter“. Aber ein Großteil dieses Albums wurzelt in der Frustration über die politische Situation und insgesamt einfach in Unzufriedenheit mit dem Zustand der Welt und den Menschen, die sie regieren.

Warum ist es dir wichtig, dass diese persönlichen Erfahrungen in deiner Musik zum Ausdruck kommen? Haben dich jemals Leute aus deinem Umfeld auf deine Texte angesprochen, weil sie vielleicht von ihnen handelten?
Für mich ist es wie eine Therapie, und ich weiß, das klingt klischeehaft, aber es ist wahr. Und ein großer Bonus ist, dass andere sich damit identifizieren können und manchmal Trost oder Hilfe daraus schöpfen.

„No tomorrow“ ist ein Song darüber, was du tun würdest, wenn die Welt unterginge – ich habe das Gefühl, dass das angesichts der Nachrichten aus aller Welt etwas ist, was die Menschen beschäftigt. Wie gehst du an ein solches Thema heran und was hoffst du, mit diesem Song bei deinen Zuhörern zu erreichen?
Das Wichtigste, was ich den Leuten mit diesem Song vermitteln wollte, ist, dass wir uns in diesen schwierigen Zeiten auf unsere Familie und unsere Lieben konzentrieren müssen, dass das Verharren im Negativen uns isolieren und all die Menschen, die uns wichtig sind, von uns wegtreiben kann, obwohl wir sie eigentlich umarmen sollten.

FIT FOR A KING wurden 2007 gegründet – ihr seid also seit fast 20 Jahren aktiv. Die gesamte Musikindustrie und auch die Metal-Szene haben sich verändert und viele Trends erlebt. Beeinflussen diese neueren Ideen und Bands in gewisser Weise eure Herangehensweise an die Musik?
Es kann uns definitiv helfen, manche Dinge auf neue Weise zu sehen. Wir versuchen wirklich, nicht diese „alten“ und „sturen“ Musiker zu sein, die Veränderungen hassen, denn viele neue Künstler machen wirklich frische und coole Sachen, und davon können wir lernen.

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