LETTERS SENT HOME

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Extended version

Warum veröffentlich man 2025 sein Album mit neuen Singles und anderen Versionen noch mal neu? Das wollen wir von Emily wissen, Sängerin der Band aus Wolfsburg.

Euer Album „Forever Undone“ erscheint jetzt noch mal in einer „Extended Edition“ – was ist die Idee dahinter?

Gute und berechtigte Frage! Wir haben uns nach dem Release von „Forever Undone“ im April 2024 noch nicht bereit gefühlt, direkt Album Nummer zwei anzugehen. Wir wussten noch nicht, wie es klingen soll, und wir wollten uns vorher noch etwas mehr musikalisch ausprobieren und vor allem mit anderen Artists zusammenarbeiten, um neue Perspektiven und Ansätze zu sammeln. Unsere erste Idee war, eine EP rauszubringen aber wir haben uns letztendlich für die „Extended Edition“ des Albums entschieden, weil wir „Forever Undone“ noch etwas mehr Aufmerksamkeit schenken wollten, bevor wir dieses Kapitel von LETTERS SENT HOME abschließen und ein neues beginnen.

Interessant fand ich, dass ihr die neuen Tracks nicht einfach hinten angehangen habt, sondern auch die Tracklist verändert habt. Habt ihr das Gefühl, dass das Album sich dadurch anders anfühlt? Die Reihenfolge kann ja durchaus einen Unterschied machen ...
Obwohl jeder neue Song auf der „Extended Edition“ einen etwas anderen Vibe hat, finden wir, dass alle sich perfekt in das Album einfügen. Deshalb haben wir die neuen Songs bewusst zwischen die vorhandenen Stücke gesetzt. Wir hoffen, dass so die eine oder andere Personen einen älteren Song vielleicht auch noch mal neu entdeckt. Wir haben nicht per se die Reihenfolge verändert, sondern nur die neuen Tracks zwischen die alten geschoben, deshalb finden wir nicht, dass sich das Album anders anfühlt – es ist nur besser.

Ihr hattet ja schon vorher ein paar Features auf dem Album, jetzt sind noch mal welche dazugekommen. Wonach sucht ihr euch die Features aus?
Das ist von Song zu Song unterschiedlich. Normalerweise entscheiden wir uns für ein Feature immer dann, wenn wir eine erste Version von einem Song haben – oft auch nur instrumental – und irgendwann merken, dass dem Song etwas fehlt, was nur durch einen anderen Artist ergänzt werden kann. Bei „Bloom“ zum Beispiel wussten wir, dass das noch mehr Heaviness brauchte. Kurz bevor wir das erste instrumentale Demo von dem Song fertig hatten, habe ich LUNA KILLS entdeckt und den anderen gezeigt. Als wir dann die Demos durchgehört haben, war irgendwie kollektiv klar, dass sie die perfekte Band für den Song sind. Bei „A WIFE. A WHORE.“ wollten wir unbedingt PENTASTONE, weil Lou, passend zum Thema Gewalt an und Sexualisierung von Frauen, die nötige Wut und Verzweiflung mitgebracht hat. Auch wenn unsere erste Wahl bei diesen Songs klar war und es glücklicherweise direkt geklappt hat, kann es natürlich sein, dass ein Feature aus den verschiedensten Gründen nicht zustande kommt – das ist auch schon vorgekommen. Dann müssen wir uns eine neue Version des Songs ausmalen, aber eigentlich ist das Ergebnis dann sogar noch besser als die vorherige Idee. Es kommt immer so, wie es kommen soll.

Das Album hat ja jetzt 18 Tracks. In einer Zeit, in der sich alles nur noch um Singles dreht, hattet ihr da keine Sorgen wegen der die Länge?
Dadurch, dass wir jeden Song, außer die alternative Version von „Ignorance“, als Single veröffentlichen, hatten wir da keine Bedenken. Wir finden es eher schön, dass alle Releases in einem Projekt zusammenkommen können.

„Request denied“ und „Ignorance“ habt ihr noch mal in einer anderen Version aufgenommen – warum ausgerechnet diese Songs?
Die alternative Version von „Request denied“ hatten wir tatsächlich schon im November 2023 als Single veröffentlicht. Es war damals unsere erste Single vom Album und der erste Release seit längerer Zeit und wir wollten den Song noch etwas mehr hervorheben. Deshalb haben wir eine alternative Version geschrieben, die einen eher Low-key-Vibe hat, aber trotzdem genauso groovy ist wie die originale Fassung. Als Zweite wir unbedingt eine Klavierversion von einem Stück und es standen zwei zur Auswahl: „Seven“ und „Ignorance“ – wir haben uns dann für „Ignorance“ entschieden, weil wir die Leadmelodie vom Refrain auf dem Klavier einfach unfassbar schön finden. Wir sind sehr gespannt, ob ihr auch so eine Gänsehaut bekommt, wie wir beim ersten Hören!

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