Pop-Punk & Politik

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LOOKIT, MARTIANS!, HAWAIIANS, BURGER WEEKENDS und DIE SCHNICKERS diskutieren

Kritiker werfen Pop-Punk-Bands häufig vor, dass diese unpolitisch und ihre Songs belanglos und oberflächlich seien. Zu ihren persönlichen Erfahrungen mit diesen Vorbehalten tauschten sich kurz vor Weihnachten vier Betroffene aus: Sid von LOOKIT, MARTIANS!, Paul von HAWAIIANS, Andrés von BURGER WEEKENDS und ich, Ox-Schreiber Axel M. Gundlach alias Gundolf von DIE SCHNICKERS. Die Bands sind alle im Pop-Punk beheimatet und singen Lieder über die schönen Dinge im Leben wie Liebesbeziehungen, Aliens oder den Spaß am Wellenreiten.

Dass sich gerade dieser Vierer zum Gedankenaustausch getroffen hat, kommt nicht von ungefähr: Die Bands haben gerade gemeinsam den Song „Meilenweit keine AfD“ eingespielt. Der soll in der ersten Jahreshälfte 2026 als klassische 2-Song-Vinylsingle erscheinen, auf der B-Seite ergänzt um „Die AfD hat mein Surfbrett geklaut“, das DIE SCHNICKERS mit musikalischer Unterstützung der brasilianischen Band FLANDERS 72 eingespielt haben. Darüber hinaus arbeiten DIE SCHNICKERS am dritten Album „Whatever Rhymes With Hawaii“, das Mitte 2026 auf Waterslide Records rauskommen soll.

Bitte eine kurze Vorstellungsrunde ...

Sid: Ich bin Sid von LOOKIT, MARTIANS!. Wir sind die wahrscheinlich einzige Pop-Punk-Band vom Mars und wir stehen total auf Oldies und Rock’n’Roll aus den 1950ern und 1960ern.
Paul: Ich bin Paul von den HAWAIIANS, einem Trio aus Westerkappeln. Uns gibt es seit 25 Jahren und wir sind eine typische Pop-Punk-Band. Und wer eine Referenz braucht, wir sind irgendwie ein Mix aus BEACH BOYS und RAMONES.
Andrés: Ich bin Andrés, Sänger und Schlagzeuger von den BURGER WEEKENDS, einem Trio aus Osnabrück. Uns gibt es seit 2014 und wir sind ganz klar eine Pop-Punk-Band.

Kritiker des Genres bemängeln gerne, dass Pop-Punk unpolitisch sei. Hat Pop-Punk ein Image-Problem?
Sid: Ich denke, man muss dabei etwas differenzieren. Zwei Dinge sind meines Erachtens entscheidend. Erstens die Frage nach den Ursprüngen des Pop-Punk: Gute-Laune-Songs, einfach arrangiert und mit einem klaren Bekenntnis zu den Rock’n’Roll-Wurzeln. Das erkennt man allein optisch am 1950er-Style mit Lederjacke, Chucks, Caps etc. Der Proto-Pop-Punk steht also ganz klar in der Tradition des lebensbejahenden Lifestyles der goldenen Ära der Jukeboxen, Caddies und Diners. Zweitens hängt die Spielart und Message aber immer auch von den Musikern selbst ab. Schau dir Bands wie MORAL CRUX oder CYANIDE PILLS an. Die verschmelzen politische Inhalte mit zuckersüßen Songs zu einer explosiven Mischung. Also würde ich sagen: Beides geht. Pop-Punk muss nicht unpolitisch sein.
Paul: Das Image ist uns als Band völlig egal. Wir haben es nicht nötig, irgendein bestimmtes Image aufrechtzuerhalten. Die Band ist für uns ein ziemlich zeitfüllendes Hobby, das wir ambitioniert und mit viel Herzblut betreiben. Aber wir sind daneben ja auch ganz normale Bürger und somit in anderen Zusammenhängen politische Akteure. Ich zum Beispiel bin auch schon Ratsmitglied gewesen und habe lokal versucht, mich politisch zu engagieren. Aber das hat mit meinem Dasein auf der Bühne mit dieser Pop-Punk-Band sehr wenig zu tun. Und ob das Genre Pop-Punk immer unpolitisch war oder sein muss, wage ich auch ganz stark zu bezweifeln. Viele Pop-Punk-Bands beziehen sich ja nun mal auch auf die RAMONES. Und wenn man allein einen Song wie „Bonzo goes to Bitburg“ nimmt als plakativstes Beispiel, dann ist das natürlich ein hochpolitischer Text. Und ehrlich gesagt sind wir noch nie mit dem Vorwurf konfrontiert worden, dass wir unpolitisch seien. Wir sind als Band ja auch schon politisch in Erscheinung getreten. Dennoch wurden wir bereits in zwei Radiointerviews gefragt, warum wir auf der Bühne keine politischen Äußerungen in Richtung Publikum abgeben. Dazu kann ich nur sagen, dass ich Geschichtsunterricht von der Bühne aus ganz schlimm finde. Und weil zu unseren Konzerten sowieso nur nette, korrekte Leute kommen, wäre solch eine Belehrung auch völliger Blödsinn. Wir haben kürzlich die Single „Love Hula, Hate Fascism (Have A Nice Day)“ veröffentlicht. Das Cover zeigt eine Hulatänzerin, die mit ihrem Hüftschwung ein Hakenkreuz wegballert. Bei dem Titelsong sind wir offensichtlich schon mit einer eindeutigen politischen Aussage am Start. Das liegt aber auch daran, dass wir bei unseren Touren lange gemeinsam im Band-Bulli unterwegs sind und uns dabei natürlich über unser normales Leben und unser Empfinden gerade angesichts der politischen Lage austauschen. Und es macht uns zunehmend große Sorgen, in welche Richtung das gerade läuft. Nach unserer Einschätzung gibt es keine breite politische Mitte mehr. Es geht sofort in Richtung ganz rechts oder ganz links. Wir sind früher natürlich auch auf Gegendemonstrationen gegen rechts gewesen. Wir haben auch mit der Antifa sympathisiert. Wir sind aber nicht mehr militant links. Dies alles aber nicht als Pop-Punk-Band, sondern privat als Mensch. Wir fragen uns schon, warum es scheinbar nur noch diese extremen Pole gibt und warum der Pol von rechts im Moment so viel Anziehungskraft hat. Unsere Single ist bei den Fans super angekommen und inzwischen ausverkauft. Dazu gibt es auch ein Video, das Paulinho von FLANDERS 72 aus Brasilien für uns gemacht hat, unter anderem mit animierten Karikaturen von bekannten AfD-Politikern. Das Video ist super aufgenommen worden, auch weil es das Thema eben nicht so belehrend rüberbringt. Die Botschaft des Songs lautet: Have a nice day, aber labert uns nicht voll mit eurer rechten Scheiße, diesen rassistischen Talk wollen wir nicht hören.
Andrés: Ich kann verstehen, dass Leute sagen, dass Pop-Punk unpolitisch sei. Aus europäischer und insbesondere deutscher Sicht war Punk schon immer ganz klar links. Die Szene ist da aber schon gespalten. Der einen Hälfte ist es absolut wichtig, dass von den Bands klare politische Aussagen nach außen getragen werden. Für die andere Hälfte ist das nicht von so großer Bedeutung. Man kann aber nicht sagen, dass Pop-Punk an sich unpolitisch ist. Da gibt es schon einige Bands, die politisch unterwegs sind. Schau dir zum Beispiel die ZATOPEKS an, eine großartige Denker-Band, die ganz klar links steht. Oder die RIPTIDES auf ihrem ersten Album. Oder denk an die SLOPPY SECONDS, die sich in den 1990er Jahren auch politisch geäußert haben. Mit ihrem Song „I don’t wanna be a homosexual“, der ja auch nur von den Leuten verstanden wird, die ihn verstehen wollen. Der Song hat damals auch zu lustigen Kontroversen geführt, weil Ben Weasel den Text tatsächlich missverstanden hat und einen Gegensong geschrieben hat. Und wir als BURGER WEEKENDS sind eine Punkband, die ganz klar links positioniert ist. Wir wissen, wo wir stehen müssen, auch wenn unsere Texte auf den ersten Blick keine politischen Botschaften verbreiten. Wir haben aber mit „27 days“ tatsächlich auch einen Song mit politischer Aussage. Der sieht zunächst wie ein typischer Pop-Punk-Song aus, wie ein Liebeslied voller Sehnsucht. Tatsächlich ist er aber 2015 entstanden, als die Flüchtlingswelle so richtig losging. Ich hatte da sehr starke Verbindungen in die Flüchtlingshilfe und habe mich da auch engagiert. Dabei bin ich unter anderem mit einem Jungen in Kontakt gekommen, mit dem ich mich lange unterhalten habe. Er hat mir von seiner Flucht erzählt, die ihn zu Fuß durch die Türkei, mit dem Flüchtlingsboot nach Griechenland und dann weiter nach Deutschland geführt hat. Er ist die Balkanroute gelaufen und das hat 27 Tage gedauert. Da habe ich mir nur gedacht, was ein krasses Schicksal! Und habe ich diesen Song geschrieben, der davon handelt, dass du in die Fremde gehst, plötzlich schließen sich alle Türen, du bist unterwegs und irgendwie verloren. Das sind Themen, die uns als Band sehr bewegen. Wir hocken als Band viel zusammen, bei Proben oder wenn wir gemeinsam auf Tour sind. Uns ist es wichtig, dass wir in der Band alle miteinander befreundet sind und über alles reden können, auch beispielsweise über die aktuelle politische Situation. Aber politische Themen in 3-Minuten-Songs zu packen, die dann auch noch fröhlich klingen, ist nicht so ganz einfach. Auch über den Merch kann man natürlich politische Botschaften aussenden. Durch Sticker und T-Shirts zum Beispiel. Sehr beliebt sind unsere Shirts mit der Regenbogen-Optik.

Pop-Punk beinhaltet für mich immer noch das Wort Punk. Und Punk wird für mich nach wie vor im links-liberalen Umfeld verortet. Auch wenn ich mit meiner Band kleine spaßige Song schreibe, ist es für mich trotzdem eine Selbstverständlichkeit, für bestimmte politische Werte einzustehen, dazu zählt beispielsweise auch, sich eindeutig gegen solche Widerlichkeiten wie Rassismus und Homophobie zu positionieren.
Sid: Da gebe ich dir völlig Recht. Ich finde, eine klare Kante ist immer nötig und wichtig. Bei LOOKIT, MARTIANS! machen wir das von Anfang an. Ein klares Bekenntnis zu den Werten des Punk. No bullshit, no -isms!

Eigentlich sollte klar sein, dass Kriege scheiße sind und Rassisten Arschlöcher. Aus meiner Sicht bedarf es dazu keiner extra belehrenden moralisierenden Lieder. Ich benötige keine Songs, die politische Botschaften mit der Holzhammermethode und ausgestrecktem Zeigefinger transportieren. Ich bevorzuge Songs, die politische Ansichten eher subtil über die Hintertür transportieren. Wir haben mit den SCHNICKERS einige Songs, die auf den ersten Blick rein spaßig und unpolitisch wirken, in Wahrheit aber schon entsprechende Botschaften vermitteln. Schau dir „Tine Wittler hat mein Surfbrett versaut“ an. Auf den ersten Blick ein Song rein mit Komik, aber in Wahrheit ist es ein Statement gegen diese eklige gesellschaftliche Entwicklung rund um Perfektionsdruck und Selbstoptimierungswahn. Und unser Song „Der göttliche Surfer“ ist eine klare Hymne gegen Neokolonialismus und Tourifaschismus. Nur erkennt man das nicht gleich beim ersten oberflächlichen Eindruck.
Sid: Es ist eine Gratwanderung und nicht immer leicht, sich von Plattitüden abzuheben. Deswegen respektiere ich auch, wenn sich manch einer eben nicht an einen politischen Song herantraut. Viel wichtiger ist es hingegen, als Individuum die richtige politische Einstellung zu haben und diese im Zweifel auch klar zu kommunizieren.
Paul: Unsere Songs schreiben Beppo und ich und die meisten sind unpolitisch. Die Leute kommen zu unseren Konzerten, um auch einmal von diesem ganzen Stress, der um sie herum ist, abzuschalten. Um sich dann wieder mit Energie der guten Sache zuzuwenden. Auf unseren Konzerten soll keiner grübeln oder verzweifeln oder echte Sorgen verspüren. Wir wollen auch nicht, dass Leute ergriffen sind und sich weinend in den Armen liegen. Sie sollen vielmehr tanzen, Spaß haben und erkennen, da gibt es eine Gemeinschaft und es gibt noch gute Leute, mit denen man Party machen kann. Und dann können unsere Lieder auch handeln von was auch immer.
Andrés: Das erste SLIME-Album ist sehr plakativ, aber es war für mich und mein politisches Selbstverständnis total prägend. Und ich finde es immer noch wichtig. Es gibt zwar Stimmen, die der Meinung sind, dass man mit 60 nicht mehr Lieder wie „Bullenschweine“ oder „Deutschland“ singen muss, aber solche Songs sind auch heute noch relevant. Die politische Situation ist in den letzten Jahren ja nicht besser geworden. Ich finde schon, dass Punk wieder wilder auftreten muss und klare Kanten zeigen sollte. Man muss sich allerdings auch nicht überall anbiedern. Leute aus meinem Umfeld haben auch keinen Bock mehr darauf, auf Demos mit irgendwelchen Rechtsextremen zu diskutieren. Das Thema ist durch. Ich befürworte keine Gewalt, aber Leute, die Nazi-Blödsinn von sich geben, denen gehören mal ordentlich ein paar Respektschellen verpasst. Mit dem Wiedererstarken von rechtem Gedankengut, da passen wir zu wenig auf. Das muss stärker bekämpft werden. In unseren Bubbles funktioniert das, aber geh mal raus auf die Straße, im Bus oder im Supermarkt, das ist unfassbar, was du da aktuell an rassistischen Aussagen mitbekommst. Man sieht mir an, dass ich kein gebürtiger Europäer bin, und ich habe auch am eigenen Leib schon Rassismus erfahren, das prägt einen extrem. Ich war schon im Alter von neun Jahren in Punkbands aktiv. Das hat mir viel geholfen, mich politisch zu positionieren. CRASS, DEAD KENNEDYS und SLIME haben mich politisch stark geprägt. Bis heute. SLIME waren halt sehr von Slogans geprägt, ideal, um sie bei Demos zu brüllen. Später kamen noch RAZZIA dazu, das war dann mehr mit Köpfchen, richtig super. Aber um es auf den Punkt zu bringen: Punk muss politisch sein, Pop-Punk sollte es sein. Heute finde ich die ZATOPEKS großartig. Das sind einfach schlaue Typen, die viel lesen. Sie sind eine der wenigen Bands, deren Alben noch Linernotes haben.

Gemeinsam haben wir den Song „Meilenweit keine AfD“ eingesungen. Darin geht es darum, dass man heute noch nicht einmal am Strand sicher ist vor dieser Partei, denn schließlich besteht die Gefahr, dass dort plötzlich auch Alice Weidel eimersaufend in Erscheinung tritt. Darf man sich über die AfD lustig machen oder verharmlost man sie damit? Sollte man sie gar besser ganz ignorieren, um ihr nicht zu viel Aufmerksamkeit zu verschaffen? Ich persönlich finde, dass man sich über sie nicht nur lustig machen kann, sondern sogar lustig machen muss, um zu zeigen, wie erbärmlich diese Partei und ihre politischen Ziele sind.
Sid: Ich finde diese Bande so dermaßen hirnrissig, dass jede Form der Kritik, insbesondere auf künstlerische Art und Weise, berechtigt und wichtig ist! Wir sollten es halten wie BRACKET mit „Warren’s song“ und auch noch „Meilenweit“ Teil 2 bis 28 einsingen.
Paul: Ich bin auch der Meinung, dass alles an dieser Partei erbärmlich, menschenverachtend und einfach nur schlimm ist. Da ist rein gar nichts zu erkennen, das irgendeine Perspektive bieten würde für irgendwen. Wir können es uns nicht leisten, diesen großen Haufen Scheiße zu ignorieren in der Hoffnung, dass das Problem irgendwann mal von alleine kleiner wird. Und noch ein Punkt: Auf Konzerten hört man immer wieder die Parole „Mit Nazis spricht man nicht“. Ich sehe das ein bisschen anders. Mit so richtig überzeugten Nazis spricht man tatsächlich nicht, die sind unbelehrbar, das macht keinen Sinn. Aber mit denen, die sich gerade auf den Weg nach rechts begeben, die sind noch nicht ganz verloren, da sollte man ins Gespräch kommen. So Leute gibt es überall in der Nachbarschaft. Denen muss man klarmachen, dass es der falsche Weg ist, aus Protest die AfD zu wählen. Sie zu ignorieren, nicht mit ihnen zu reden, ist keine Perspektive. Da brauchen wir schon den Dialog, allerdings keine Annäherung.
Andrés: Klar, Humor ist schon ein wichtiges Stilmittel. Und die AfD bietet natürlich auch immer wieder Steilvorlagen, um sich über sie lustig zu machen. Natürlich ist da auch viel schwarzer Humor dabei. Allerdings brauchst du auch genug Allgemeinwissen, um manche Witze zu verstehen. Aber eigentlich hätten diese ganzen AfD-Idioten erst mal ein paar ordentliche Schellen verdient. Die großen Köpfe der AfD, die durch Funk und Fernsehen bekannt sind, sind einfach nur böse, skrupellos und menschenverachtend. Die Hinterbänkler, die in irgendwelchen Landtagen sitzen, eklige TikTok-Posts hochladen und geistigen Dünnschiss von sich geben, sind jetzt auch nicht besser.

Ist zu befürchten, dass uns Kritiker jetzt vorwerfen, dass wir mit dem Song nur auf den fahrenden Zug der AfD-Schelte aufspringen und uns bei der Punk-Szene anbiedern wollen?
Sid: Das kann ich ganz klar verneinen. Sich für die richtige Sache einzusetzen, ist nie verkehrt!
Paul: Noch eine Anmerkung zu unserem Song „Have a nice day“. Wir spielen den auch live, er ist aktuell fester Bestandteil unseres Sets. Wir sagen den Song nicht extra an, wir animieren auch nicht zum Mitsingen und wir geben danach auch keinen Kommentar dazu ab. Der Song ist einfach ein Statement, das für sich selbst steht.
Andrés: Ich bin jetzt seit über 30 Jahren in der Punk-Szene aktiv, habe immer Musik gemacht, habe Fanzines rausgebracht, organisiere Konzerte bei uns in der Stadt. Ich komme aus dem Umfeld autonomer Zentren und linker Freiräume. Wir haben als Band einige Soli-Konzerte gespielt, auch zugunsten der Antifa. Hier werden natürlich eher Hardcore-Bands geholt, aber wenn wir dafür angefragt werden, sind wir immer gleich am Start. Wir sind auch mit vielen Punkbands, die extrem politisch unterwegs sind, persönlich befreundet. Und ich bin noch in anderen Bands aktiv, relativ neu jetzt auch bei ELON MERZ, die sind schon deutlich politischer positioniert als die BURGER WEEKENDS. Uns ist es bisher auch noch nie passiert, dass uns jemand blöd gekommen ist, wenn wir uns als Band politisch positioniert haben. Und ich glaube auch nicht, dass das zukünftig passieren wird. Warum sollte jemand auch kritisch hinterfragen, warum wir jetzt plötzlich politische Aussagen in einem Song haben oder uns gegen die AfD stellen? Vielleicht wird es den einen oder anderen überraschen. Genau wie es manche Leute überrascht, die nach Konzerten mit uns sprechen und dann feststellen, wie tief wir in manchen politischen Themen verwurzelt sind. Weil einige bei Pop-Punk doch eher Partybands erwarten.

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