RUMJACKS

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Ständig unterwegs

Wir beim Ox mögen Listen. Und deshalb baten wir die ursprünglich aus Sydney stammenden RUMJACKS anlässlich ihres neuen, sechsten Albums „Dead Anthems“ um ein paar Antworten zu „Listenfragen“, die uns Bassist Johnny McKelve gerne liefert.

Auf welche Bands und/oder Alben können sich RUMJACKS als gemeinsame Favoriten und Einflüsse einigen?

Das ist eine schwierige Frage, da jeder von uns eine Menge Bands und Songs hat, die ihn als Individuum und sogar künstlerisch geprägt haben. Bei uns allen haben Bands wie THE BOUNCING SOULS, RANCID, THE CLASH eine wichtige Rolle für unseren Musikgeschmack und beim Gründen von Bands gespielt. Natürlich haben uns letztlich THE POGUES dazu gebracht, uns zu entscheiden, genau diese Art von Musik machen, denn sie werden immer die Begründer des „Celtic Punk“ bleiben. Jeder, der diesen Stil spielt, sollte ihnen Respekt zollen.

Welche Songs sind bei euren Konzerten die beliebtesten? Und gibt es da Unterschiede zwischen Australien und Europa oder wo immer ihr sonst noch spielt?
Jeder von uns hat seine eigenen Favoriten, die er live spielen möchte, aber das bedeutet nicht unbedingt, dass das auch passiert. Wir versuchen, mit der Setlist möglichst unsere gesamte Karriere abzudecken und das zu spielen, was unserer Meinung nach dem Publikum gefallen wird. Wir wollen es ja auch genießen. Zu den Publikumslieblingen gehören Stücke wie „Irish pub song“, „Hestia“ und „Light in my shadow“, aber ich spiele eigentlich am liebsten so was wie „Bounding main“, „One for the road“ oder „Hestia“. „Bloodsoaked in chorus“ ist ein weiterer Favorit, den ich live gerne spiele, weil die Bassline Spaß macht. Das Publikum ist definitiv auf der ganzen Welt unterschiedlich. Die Leute in Europa lieben eine gute Party und scheinen sich dem Live-Erlebnis immer voll hinzugeben, egal, was passiert. Klar, das ist im Grunde überall ähnlich, aber in Europa gehen sie dabei definitiv heftiger ab.

Und welche eurer Titel werden am häufigsten gehört/gestreamt?
„Irish pub song“ ist schon seit einiger Zeit der Hit. Das hat vor Jahren angefangen, als der auf YouTube so richtig durchgestartet ist. Die meisten Leute haben uns erst dadurch kennengelernt und dann den Rest entdeckt. Ich kann aber sagen, dass dieser Song nicht unser persönlicher Favorit ist, ich wäre eher für „Hestia“ oder „Rhythm of her name“.

Ihr seid viel auf Tour. Welche Städte und Veranstaltungsorte berücksichtigt ihr immer auf eurem Tourplan?
Das SO36 in Berlin und das Dürer Kert in Budapest würden wir nie auslassen. Das sind immer unglaubliche Shows und die Crowd dreht total durch. Da kann man sich auf jeden Fall gut amüsieren! Ein besonderes Lob geht auch an den Klub u Bazyla im polnischen Posen.

Auf Tour lernt man sicher auch andere Celtic-Punk-Bands kennen. Welche hat dich beeindruckt?
Unsere Touren gemeinsam mit DROPKICK MURPHYS und FLOGGING MOLLY waren unglaublich. Es ist fantastisch, Bands zu treffen, zu denen man aufschaut, und dann mit ihnen die Bühne zu teilen. Noch viel besser ist es, wenn man sie persönlich kennenlernt und feststellt, dass sie total bescheiden und nett sind.

Was waren die Höhepunkte eurer DIY-Bustour durch die USA im Oktober 2024?
Wir haben diese Tour genossen! Wir konnten mit so großartigen Leuten wie FLOGGING MOLLY spielen. Wir touren viel und lieben das Touren. Die Preise sind in praktisch allen Lebensbereichen gestiegen, da machen das Touren und das Dasein als Band keine Ausnahme. Auf Tour zu gehen ist sehr teuer geworden und deshalb haben schon so viele Bands aufgegeben. Wir haben daher nach Möglichkeiten gesucht, wie wir es trotzdem schaffen können. Also haben wir das Risiko auf uns genommen, uns einen alten Schulbus gekauft und ihn so ausgebaut, dass er Platz für neun Personen bietet. Auf diese Weise können wir zukünftig Geld sparen und so weiterhin auf Tour gehen. Es war tatsächlich eine tolle Art zu reisen und wir hatte die Gelegenheit, einige wunderbare Landesteile der USA zu sehen. Am Mississippi zu campen und zu lernen, wie man S’More macht, war unglaublich. Und letztlich war jede einzelne Show ein Höhepunkt.

Zum Schluss: eure Lieblingsgetränke im Pub?
Ein Guinness ist immer das Beste, aber ich sage auch nicht nein zu einem guten Whiskey oder Rum. Nach einer Woche in den USA und dem Genuss des dortigen Biers mussten wir auf Hard Seltzer wie Truly oder White Claw umsteigen, haha.

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