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LAW & ORDER

Anything But The Critic’s Choice

Wir drehen das Zeitengefüge mit dieser Band ganz weit zurück. Die Starttaste steht auf 1980 und wir befinden uns in Columbus im Bundesstaat Maryland, wobei die Stadt direkt in der Nähe von Washington, D.C. liegt. Der Sänger von LAW & ORDER ist Mike Finnegan, der der Bruder von Sean Finnegan ist, dem Drummer der Band VOID. Ihr seht direkt die Brisanz in diesem Querverweis. Und ...? Was sagt uns das? Genau, beide Brüder gingen musikalisch vollkommen in die gleiche Richtung. Für 1980 ist der hier auf dieser LP gespielte Hardcore-Punk bereits dermaßen fortschrittlich, wie man ihn sonst nur von anderen US-Bands von 1983 oder 1984 her kennt. Columbus in Maryland, heute der zweitreichste Bezirk der Vereinigten Staaten, war damals die Wiege sowohl von VOID als auch von LAW & ORDER. Von 1980 bis Sommer 1981 spielten die beiden Bands einige gemeinsame Konzerte und traten auch in der Straight-Edge-Szene von Washington, D.C. auf, zusammen mit Bands wie den BAD BRAINS, MINOR THREAT, SOA, RED C, YOUTH BRIGADE und IRON CROSS. 1981 hatten LAW & ORDER die Möglichkeit, sich an dem Dischord-Labelsampler „Flex Your Head“ zu beteiligen, doch es gab Probleme mit dem notwendigen Format der Aufnahme, so wurde es nichts daraus. Die nicht verwendeten Samplerbeiträge plus weitere Songs aus dieser Aufnahmesession erschienen 1981 stattdessen auf einer 7“ namens „Anything But The Critic’s Choice“ auf Fetal Records. Wären LAW & ORDER auf Dischord erschienen, hätte es diese 7“ möglicherweise nie gegeben. Daher ist es nicht verwunderlich, dass LAW & ORDER 1981 vom Flipside Fanzine unter die Top 5 der beliebtesten Bands gewählt wurde. Nun wurde vom alten spanischen Kultlabel BCore eine LP veröffentlicht, auf der die Titel der 7“ als auch weitere unveröffentlichte Stücke von LAW & ORDER zu hören sind. Wer auf den frühen Washingtoner Hardcore-Punk steht, sollte hier zugreifen.

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