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BEHEMOTH

The Shit Ov God

„Ey, wir brauchen noch ’nen Albumtitel mit f oder u, damit wir es evil mit v schreiben können.“ Okay, dann „The Shit Ov God“. Auweia. Philosophie geht anders und die Messlatte liegt niedrig, aber das polnische Black-Death-Schlachtschiff BEHEMOTH setzt auch nach 34 Jahren auf seinem 13. Album kompromisslos auf anti-christliche Provokation. Die Meister der Live-Inszenierung beschränken sich diesmal vom Umfang her auf das Wesentliche, haben aber nach dem etwas durchwachsenen Vorgänger „Opvs Contra Natvram“ wieder bessere Songs an Bord. Der Opener „The shadow elite“ ist ein recht schwarzmetallischer Track, der back to the roots geht, aber im Verlauf zaubern die Polen noch einige zum Teil recht rockige Hymnen aus dem Hut, die dazu einen fiesen Ohrwurmcharakter besitzen. Insbesondere „Lvciveraeon“ besticht mit seinen melodischen Riffs und epischem Refrain, aber grundsätzlich sind auf diesem Album die Melodien und Spannungsbögen nahezu perfekt, auch die Chöre, die gelegentlich eingestreut werden, passen wie die Faust aufs Auge. In der Summe macht die Liebe zum Detail, die sich auch im aufwändigen Booklet der LP zeigt, BEHEMOTH zu der herausragenden Band, die sie ist. Trotz eher armseligem Titel ist „The Shit Ov God“ mit seinem hohen Hit-Anteil das beste BEHEMOTH-Album seit ihrem Opus Magnum „The Satanist“. Punkt.

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