
Zwei Jahre und ein paar Monate nach ihrem Debüt haben BONY MACARONI ihr zweites Album „Death Drive“ veröffentlicht. Was sofort auffällt: die Einflüsse liegen diesmal auch außerhalb der Emo-Bubble. Indie- und Alternative und sogar etwas Country-Rock haben es sich auf dem Album bequem gemacht und dürften dafür sorgen, dass auch Menschen außerhalb besagter Bubble von der Platte angesprochen werden. Hier wurde außerdem ein größerer Fokus auf eingängige Melodien und Refrains gelegt, ohne die Grundzutat von BONY MACARONI wegzulassen: eine Mischung aus Traurigkeit, Resignation und einer ordentlichen Portion Humor. Inhaltlich geht es – wie der Albumtitel bereits andeutet – oft um den großen Knall und das Ende der Welt. An manchen Stellen wird es aber auch persönlich und introspektiv, wenn es wie in „Bubble boy“ um das Aufwachsen in einem strenggläubigen Umfeld und das Abschwören des eigenen Glaubens geht. Dann wäre da noch das Outro „Inanimate“, in dem Sänger Stefan Bonestroo unter anderem eine Krebserkrankung und den Tod in seinem Familienkreis thematisiert. Das ist einer der wenigen Momente, in denen kein dickes Augenzwinkern mitschwingt und der Humor einfach mal Pause macht. Die meiste Zeit zeigen uns BONY MACARONI mit „Death Drive“ jedoch, dass Weltuntergang auch Spaß machen kann!
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© by Ox-Fanzine - Ausgabe #182 Oktober/November 2025 und Moritz Friedenberg
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