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DICKE POLIZIST

Es geschah am hellixten Tag

Ich bin ehrlich. Als 1998 das Debüt von DER DICKE POLIZIST auf Nix Gut erschien, habe ich die Band komplett ignoriert. Das lag, logo, an dem Bandnamen, meiner Abneigung gegen viele Deutschpunk Bands in dieser Zeit und meine eigenen Vorlieben, die eher im Crust lagen, so dass ich den üblichen Fluchtreflex vor jedweder Art von „Polizist“ oder „Police“ eingeschaltet habe, wenn nicht noch „Bastard“ dahinterstand. Jetzt hat mich DER DICKE POLIZIST doch noch erwischt – mit dem Rerelease ihres ersten Albums in der erstmaligen Vinyl-Ausgabe auf Sterbt alle und äußerlich getarnt in einem bunten Gatefold Cover mit den Texten und auf bunt marmoriertem Vinyl. Hat der Opener „St. Pauli“ in meinen Ohren noch gewisse Startschwierigkeiten, geht „Nicht mehr da“ dann doch gut rein und so geht es munter weiter – flotter Deutschpunk-Pogo mit vielen Chören und Melodien, abwechslungsreich und durchaus eingängig und eigenständig. Und DER DICKE POLIZIST überraschen mit durchaus tiefsinnigen Texten wie bei „Wenn der Sturm beginnt“ oder „Brüderlein schlaf“. Ich bin sehr positiv überrascht. Mit dem Release dürfte das Label vielen Menschen, die mit DER DICKE POLIZIST zum Punk fanden, eine große Freude machen.

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