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FROZEN SOUL

No Place Of Warmth

Warum etwas an der Formel ändern, wenn diese sich nicht einfach noch ein Stück reduzieren und fokussieren lässt? Waren die beiden vorherigen Alben der amerikanischen Death Metaller schon kein Ausdruck von Virtuosität, hat sich das Fünfergespann dieses Mal noch ein Stück weiter in die Höhle zurückgezogen. Songs wie das walzende „Dreadnought“ oder das abschließende, beschwingte „I am killing time (Before it’s time to kill)“ sind herrlich stumpf. Das stampfende „Skinned by the wind“ oder das galoppierende „Eyes of despair“ stehen diesen Stücken in Sachen Zugänglichkeit und Brutalität in nichts nach. Sucht man als Hörer die Farbtupfer, so sind diese in den Gastbeiträgen von Gerard Way (MY CHEMICAL ROMANCE), der mit krächzendem Stimmeinsatz im Titeltrack überrascht, und Rob Flynn (MACHINE HEAD) mit seiner Kampfansage in „Invoke war“ zu finden. Eine weitere kleine Neuerung sind die eingestreuten Bassdrops, die von der Band in der Form bisher nicht zu hören waren. Auch wenn der Titel auf etwas anderes schließen lassen würde, erzeugen FROZEN SOUL hier mit richtig großen Feuersteinen Hitze. Das Nachschleifen der Formel und der nachgezogene Fokus machen die Musik noch urtümlicher und wirksamer. OSDM-Highlight!

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