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HECKSPOILER

Bock auf Stress

Wer denkt, eine Band bräuchte mindestens Gitarre, Schlagzeug und Bass, wurde von beispielsweise MANTAR, KACKSCHLACHT und THE COURETTES eines Besseren belehrt. In dieser Riege sind HECKSPOILER mit ihrem dritten Album längst etabliert. Mehr noch, Thomas und Andi ballern hier härter, strugglen strenger und drücken mit mehr Wucht an die Wand, als es die beiden Vorgängeralben zusammen hätten schaffen können. Dazu kommen immer häufiger auch Sounds aus dem Computer zum Einsatz. Das Einzige, was hier aber in Richtung Disco geht, ist der Song „Party“ und der sticht als melodischer und poetischer Höhepunkt außergewöhnlich heftig hervor und trifft direkt ins Herz. Auch der Titeltrack „Bock auf Stress“ vermittelt mit dem Baseballschläger in der Hand, dass HECKSPOILER nicht in Frieden kommen. HECKSPOILER sind hier, um aufzumischen, um aufzumucken, um Ärsche zu treten. Dazu sind alle eingeladen, außer die, die Doppeldeutigkeiten nicht verstehen. Und die üblichen Verdächtigen wie Faschos, Chef:innen und Menschen, die sich selbst über andere stellen. Da kann und darf es auch mal wehtun und zu Selbstreflexion einladen, wie es in „Plenum“ geschieht. Klingt hart, aber da müssen wir durch. Und auf Tour werden Andi und Thomas sicherlich weiterhin auch in AZs eingeladen – hoffentlich. Auch zu zweit, denn HECKSPOILER beweisen mit „Bock auf Stress“, dass auch im Rock’n’Roll Qualität vor Quantität geht.

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