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HOT MULLIGAN

The Sound A Body Makes When It’s Still

Da hat man das Review im Kopf schon halb geschrieben, drückt beim neuen HOT MULLIGAN-­Werk noch einmal auf Play und stellt plötzlich fest, dass ja doch alles gar nicht so auf der Hand liegt, wie zuerst gedacht. Natürlich macht die Band auf ihrem vierten Longplayer nichts grundsätzlich anders als auf den letzten zwei Alben, die den heutigen Sound der Band zuerst definiert haben, doch bei „The Sound A Body Makes When It’s Still“ steckt die Liebe im Detail. Bei den mittlerweile ungemein erfolgreichen HOT MULLIGAN musste man sich ohnehin immer durch diverse Schichten wühlen: Auf der einen Seite haben wir die nach wie vor albernen Songtitel und das Video zur ersten Single „And a big load“, das mit sämtlichen Pop-Punk-Klischees der frühen 2000er spielt, auf der anderen Seite stehen die Texte von Nathan „Tades“ Sanville, die durchgehend ans Eingemachte gehen, sowie die Musik, die sich keinerlei Albernheiten hingibt. Auch das Artwork kommt dieses Mal ein Stück weit düsterer daher. Die 16 Songs wurden mit genügend Details und tollen Sounds ausgeschmückt, die dem Album eine zunächst nicht erwartete Tiefe verleihen. Das mag sich aus dem Stand gar nicht alles erschließen, bietet dafür aber eine längere Halbwertszeit. Ein Pop-Punk-Album mit Grower-Potenzial, das gibt es beileibe nicht oft.

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