
Weniger ist mehr, das hat schon bei Bands wie THE BLACK KEYS, THE WHITE STRIPES oder ROYAL BLOOD bestens funktioniert. Einfach nur Gitarre, Schlagzeug und Gesang. Reduktion royal. Diesen Weg beschreiten auch IEDEREEN, zwei Typen, die aus Emmerich an der niederländischen Grenze nach Köln gezogen sind, um ihren Traum vom Leben als Musiker zu verwirklichen. Schon mit seinem selbstbetitelten Debütalbum hat das Duo vergangenes Jahr Staub aufgewirbelt. Zackiger Garage-Rock mit deutschen Texten. Schrammelig, laut und punkig. Simple Songs mit hohem Spaßfaktor. Am Erfolgsrezept haben sie bei dem Nachfolger „Neue Mitte“ nichts geändert. Warum auch? Die neuen Songs heißen „Klosterfrau Melissengeist“, „Vanilla Cola“ oder „Kreidebleich“. Tom Sinke und Ron Huefnagels verbinden Krach mit Bubblegum-Pop und Slackertum. So wird ein Schuh draus. Nicht lange nachdenken, einfach machen. „Neue Mitte“ klingt nicht so, als ob sie sich lange ihre Köpfe zerbrochen hätten, wie das zweite Album klingen soll. Produziert hat die 13 neuen Songs Olaf Opal (THE NOTWIST, SLUT, ODD COUPLE), und der weiß, wie man solche Musik richtig inszeniert. Wobei es bei IEDEREEN offenbar nicht ganz einfach war: „Es ist erstaunlich. Ich habe noch nie zwei Typen getroffen, die so wenig Gutes an sich selbst lassen“, sagt Opal über die Zusammenarbeit. Entscheidend ist das Ergebnis.
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