
Zwölf verdammt lange Jahre haben uns MARIACHI EL BRONX auf Album Nummer vier warten lassen. Es sei ihnen definitiv verziehen, denn das Warten hat sich eindeutig gelohnt. Außerdem ist ja auch immer mit zu bedenke, dass es eben nicht nur MARIACHI EL BRONX gibt, sondern auch die Hauptband THE BRONX. Da muss man eben manchmal auf zwei Hochzeiten tanzen. Und, „oh boy“, das bekommen MARIACHI EL BRONX verdammt gut hin. Düsterer und deutlich nachdenklicher als die Vorgängeralben, kommt das neue Werk daher, aber sie haben nichts an Charme eingebüßt und ihre immer authentische Verneigung vor der Mariachi-Kultur ist allgegenwärtig. MARIACHI EL BRONX lieben das, was sie da tun. Die Welt war vor zwölf Jahren noch eine andere, also gibt es auch andere Themen, die es zu beackern gibt. Das mag streckenweise schwermütig wirken, aber ist dabei immer absolut ehrlich und intensiv. Natürlich sind Mariachi-Alben etwas Besonderes und man muss sich darauf einlassen können. Die Geschichten, die MARIACHI EL BRONX uns hier erzählen, ziehen einen aber in ihren Bann und zusammen mit extrem spannenden Instrumentierung ergibt das einen perfekten Mix – auch für Leute, die nichts mit Mariachi-Musik anfangen können, denn das Album ist vielschichtig und einfach extrem stimmig. Riskiert unbedingt mal ein Ohr oder zwei.
© by Fuze - Ausgabe #116 Februar/März 2026 und Carsten Jung
© by Fuze - Ausgabe #116 Februar/März 2026 und Carsten Jung
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #98 Oktober/November 2011 und Nadine Maas
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