
Die schon seit 2018 Platten veröffentlichenden LIFETAKER aus Dortmund sind eine eigenartige Band. Die sieben Stücke (kaum eines über zwei Minuten) ihrer ersten EP „Thanatos“ brachten es nur auf insgesamt 13 Minuten Spielzeit und waren geprägt von brachialer Kraft und Zerstörungswut, mit der die Band mit Metal-Heavyness die Grenzen von Sludge und Grindcore auslotete. Die neue Veröffentlichung „Herbsthunde“ bringt es bei fünf Stücken zumindest auf 19 Minuten Spielzeit und wirkt deutlich durchdachter und kontrollierter als „Thanatos“. Von Sludge und Grindcore hört man eigentlich gar nicht mehr so viel, stattdessen klingt „Herbsthunde“ eher wie ein Konglomerat aus Black Metal und Industrial Rock mit hübsch giftigem Keifgesang und einem kalten, an Fabrikhalle erinnernden Sound, den man aktuell auch bei den donnernden Stahlwerk-Sinfonien von AUTHOR & PUNISHER finden kann. Passenderweise heißt ein Song hier auch „Maschinensturm“, auch wenn LIFETAKER vielleicht nicht unbedingt typische Maschinenstürmer sind, dienen Maschinen hier doch der Zerstörung allzu harmonischer Klangbilder, denen die Dortmunder ihre spezielle, offensiv und brutal vorgetragene musikalische Revolte entgegensetzen.
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