LIK

Necro

Immer noch spielen die Schweden LIK Death Metal. Immer noch hört sich der Output an wie ein Amalgam aus den großen drei Stockholmer Urvätern ENTOMBED, DISMEMBER und GRAVE. Daran ändert auch die kleine Pause von fünf Jahren kaum etwas. Dabei geht das vierte Album „Necro“ anfangs leicht andere Wege. Gerade „They“ ist für die Verhältnisse der Band arg melodisch geraten, Ähnliches gilt für „Fields of death“ im letzten Drittel des Albums. Mit „Shred into pieces“ gibt es dann noch den, wahrscheinlich, schnellsten Song der Bandkarriere, bevor „Rotten inferno“ das Album fast schon doomig abschließt. Doch keine Angst, dazwischen finden sich noch immer Swedeath-typische Rager wie „Deceased“, „Worms inside“ oder „Morgue rats“. Gaspedal zu Dreivierteln durchgetreten, thrashiges Drumming und das nötige Quäntchen Melodie – so funktioniert Death Metal der Stockholmer Schule noch immer am besten. Als Hörer merkt man hier schnell, dass man es mit Szeneveteranen zu tun hat, die wissen, wie Songs in diesem Genre zu klingen haben. Einmal mehr von Lawrence Mackrory in Szene gesetzt, klingt „Necro“ obendrein auch noch gut. Wer Necro-Sound erwartet, wird herbe enttäuscht.

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