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RADIERER

Limburger Schule

DIE RADIERER gehören zu diesen wenigen Bands, die 2025 immer noch so klingen, als wären sie frisch gegründet worden, sie wirken zeitlos und trotz 47 Jahren auf dem Buckel nicht altbacken oder antiquiert. Das Rezept? Keine Ahnung, es spielt auch keine Rolle, denn trotz gesündester Ernährung kann dich jederzeit ein Bus überfahren, dann war es das mit dem ewigen Leben. Immer für eine Überraschung und durchgehend interessante Platten gut, hatte ich die LP schon längst bestellt und hier stehen, als die schnöde Promo-CD eintraf. DIE RADIERER waren irgendwie schon immer besonders, zwischen 127 Stühlen, nicht Punk, nicht Tofu, nicht Fisch, nicht Köttbullar, nicht NDW, kein Punk für Puristen, eben anders und in keiner Schublade so richtig zu Hause. Nur wer die Tuchfühlung nie verloren hat, kann seine LP ironisch als „Limburger Schule“ betiteln und trifft damit den Nagel auf den Kopf. Wieder mit dabei als Gast: Tom Dokoupil. Bodenstein wirkt am Mikro immer noch ein wenig wie eine Mischung aus Bela B und Ilja Richter (im positivsten aller Sinne). DIE RADIERER klingen 2025 so, als hätten DAF auf einmal Humor und die Besetzung auf sechs oder sieben Leute aufgestockt, die allesamt FOYER DES ARTS als ihre Lieblingsband nennen. Der mindestens dritte Frühling schlägt hier erstklassig zu und ich bin einmal mehr entzückt.

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