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LIONHEART

Valley Of Death II

Die Vorabsingles „Bulletproof“ und „Roll call“ machten schon ein bisschen Vorfreude auf das neue Album der Kalifornier. Vor allem letztere kam sperrig und irgendwie anders daher. Klar erkannte man recht schnell die Gangart von LIONHEART, aber trotzdem war da etwas Neues. Und genau damit punktet „Valley Of Death II“. Rob Watson und seine Mitstreiter fahren wieder die Krallen aus und zeigen der Welt, dass Hardcore nicht in ein enges Korsett gepresst sein muss. Auf Genregrenzen pfeifend marschiert das Quintett durch zehn schnelle Tracks, von denen einige nicht mal die 120-Sekunden-Grenze erreichen. Da wird geklotzt und nicht gekleckert, denn LIONHEART packen alles in die Stücke, was es an Interessantem so gibt: Groove, HipHop, Melodieparts, sägende Riffs und tonnenschwere Breakdowns. Wie uns Gitarrist Walle Etzel im Interview in dieser Ausgabe erzählt, haben sie bei diesem Album bewusst Kombinationen verschiedener Stile in den Vordergrund gestellt. So klingen die Stücke zunächst überfrachtet und schwer zugänglich, entfachen aber nach und nach einen Reiz, dem man sich schwer entziehen kann. Selbst die nach dem ersten Höreindruck tumbe Kollaboration mit KUBLAI KHAN TX-Frontmann Matt Honeycutt wird nach einiger Zeit zum Banger, bei der man unfreiwillig mitbellt. Überraschend auch der Rausschmeißer „Death grip“, bei der zusammen mit A DAY TO REMEMBER keine Melodiebögen, sondern brachiale Härte aufgefahren wird. Summa summarum haben LIONHEART mit „Valley Of Death II“ ein richtig starkes Album veröffentlicht.

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