
Nach fünf Jahren bringen BASS SICK SHIT ihr Album „Love Diversity!“ auf Platte raus. „Weil unsere Fans immer nach Vinyl gefragt haben“, sagt Bassistin Esther Rittner. Bisher gab es das Album nur digital auf Bandcamp. Die zwölf Songs haben ordentlich Dampf unter dem Kessel. Hektisch, konfrontativ und derb. Typischer Sound für Kellerbühnen in besetzten Häusern, Antifa-Demos oder selbstverwaltete Jugendzentren. Der Gesang erinnert mich an Yvonne Ducksworth von JINGO DE LUNCH, der Bass knarrt und slappt wie bei PRIMUS. BASS SICK SHIT sind ein wütendes All-Girl-Punk-Duo bestehend aus Esther Rittner (bs, voc) und Kathrin Fleischmann (dr, voc). Eine Schweinfurt-Berlin-Kooperation. Textlich arbeiten sich Esther und Kathrin an Themen ab, die sie auf die Palme bringen. Songs wie „Your opinion sucks“, „Hated by the right ones“ oder „Normopathic society“ erklären sich selbst. Produziert und gemischt hat das Album Mingus Ballhaus, Filmregisseur und Neffe des berühmten Hollywood-Kameramanns Michael Ballhaus. „Für uns ist es voll okay, dass unser Album erst nach fünf Jahren als Platte rauskommt“, erzählt Esther. „Das ist wie eine Best-Of-LP von uns. Und man kann zum ersten Mal die Texte lesen. „Love Diversity!“ wurde auf orangefarbenes Vinyl gepresst. Dazu gibt’s ein ausführliches Textblatt.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #186 Juni/Juli 2026 und Wolfram Hanke