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MARATHONMANN

Poltergeist

Nach dem Ausflug in die 1980er Synthie-Pop-Klangwelten auf „Maniac“ vor zwei Jahren sind die Münchener nun mit ihrem neuen, siebten Album zurück. Der damalige Stilwechsel kam bei Fans und Medien eher durchmischt an, es gab nicht wenige, die diesen Schritt mit der Band nicht mitgehen wollten. Nun also zurück in die Zukunft und alles wieder wie früher? Nicht ganz, nach einem erneuten Line-up-Wechsel haben sich MARATHONMANN wieder neue Einflüsse mit ins Boot geholt und ihrem Post-Hardcore-Sound zwar wiederbelebt, ihm aber auch eine neue Facette hinzugefügt: Gitarrensoli und -Leads stehen deutlich mehr im Vordergrund als jemals zuvor bei der Band. Inspiriert von vielen Filmen, auch hier wieder spielen die 1980er Jahre eine größere Rolle, gibt es auf „Poltergeist“ viele Zitate und Anspielungen, die MARATHONMANN sich zwar nicht aneignen, aber daraus ihre eigenen Geschichten schmieden. Musikalisch geht es wieder mehr nach vorne, Synthies und Keyboards sind wieder in den Hintergrund gerückt und die Gitarren bekommen mehr Präsenz. Songs wie „Stendhal Syndrom“ erinnern an spätere THRICE, man wagt sich auch an ruhigere Songs wie „Nie wieder Licht“, der das Album mit einem großen Refrain beschließt. Die Zeiten von 80er Synthies von „Maniac“ sind vorbei, MARATHONMANN legen mit „Poltergeist“ ein Comeback hin, ohne je ganz weggewesen zu sein.

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