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TEXOPRINT

Modern Living

Das ist ein Fortschritt: Aus KALAALLIT NUNAAT wurden TEXOPRINT. Ersterer Name klang irgendwie ... finnisch, der neue ziemlich international. Wie ein Bürogerät aus vordigitaler Zeit. Das Trio kommt aus Rotterdam, Niederlande, und da Bandcamp-Profile meist von der Band selbst gepflegt werden, kann man dieser wohl auch die recht vollmundige Aussage unterschieben, sie seien „The Netherlands’ most intense noise rock trio“. Nun, mit Superlativen ist das immer so eine Sache, aber gesundes Selbstbewusstsein imponiert mir, auch wenn ich mit der Reduzierung auf den Terminus „Noise Rock“ hier vielleicht etwas vorsichtiger wäre. Ich fühle mich eher an die leider aufgelösten GIRLS IN SYNTHESIS erinnert als an das, was man gemäß der Amphetamine Reptile-Vorgaben als Noiserock bezeichnet. Man ergänze eine Spur SONIC YOUTH (die 1980er), Shoegaze und Post-Punk, denke an harsche Gitarren über dunkel pumpenden Drum-Grooves und eher gesprochene oder geshoutete Vocals als flächigen Gesang. „Modern Living“ erweist sich als in sich schlüssiges, ausgereiftes Debütalbum, dem 2024 eine 12“-EP vorangegangen war sowie ein paar digitale Singles der 2018 gegründeten Vorgängerformation.

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