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BERLINER DOOM

Notre Doom

Berlin, wie klingst du eigentlich im Herbst 2025? Spontan würde ich sagen: Wie BERLINER DOOM. Deren „Notre Doom“ kann als Soundtrack zur kaputten Hauptstadt gesehen werden. Denn so gut, so kühl und melancholisch zugleich wurden schon lange keine Songs mehr auf Vinyl gepresst, die einige an Berlin-typischen Themen aufgreifen. Wenn Claire Roy mit französischem Akzent auf dem dritten Release der Band übers U-Bahn-Fahren singt oder die jahreszeitenunabhängige Tristesse am Mehringdamm, wird jeder Mensch, der mal ein paar Monate bis Jahre in dieser Stadt verbracht hat, wieder dieses Berlin-Gefühl erleben. Das betäubende Gefühl einer Stadt, in der vieles irgendwie ziemlich kaputt ist, die aber gerade dadurch einiges an Freiheit und Schlupflöchern bietet. Ja ja, der Kult der Hauptstadt. Wurde ja schon oft in Songs beschreiben. BERLINER DOOM sind auf dem Floor unterwegs, der in Berlin oft zu finden war und ist: Monotoner, aber tanzbarer und immer eisig kalter New Wave/Gothic, bei dem sofort Vergleiche mit Bands wie LEBANON HANOVER, X-MAL DEUTSCHLAND, SIOUXSIE & THE BANSHEES oder auch dem Disco-Goth von DINA SUMMER aufkommen. Musikgewordene Melancholie, in die man sich monatelang eskapistisch reinfallen lassen und dabei das leuchtend-gelbe Vinyl ein ums andere Mal auflegen kann, um einmal mehr die dunklen Monate sicher zu überleben, die vor uns liegen.

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