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BLUE AEROPLANES

Outsider Art: The Other Best Of The Blue Aeroplanes

Bereits im Januar 2025 war die Compilation „Magical Realism“ erschienen, die versuchte das Schaffen dieser Anfang der 1980er gegründeten, recht eigenwilligen und unterbewerteten britischen Band (vorher hieß man ART OBJECTS) seit ihrer ersten Single „Action Painting And Other Original Works Of ...“ auf einer CD zusammenzufassen. 23 Songs aus einer 40-jährigen Karriere – in der die von Gerard und John Langley gegründeten THE BLUE AEROPLANES, die über die Jahre ähnlich viel Mitglieder verschlissen wie THE FALL – ist gar nicht mal so viel, funktionierte aber dennoch erstaunlich gut. Ergänzend folgt jetzt „Outsider Art“ mit 19 Stücken, darunter Live-Aufnahmen und Unveröffentlichtes, also eher eine Raritätensammlung für überzeugte THE BLUE AEROPLANES-Fans. Wer sich intensiver mit der Frühzeit der Band beschäftigen will, sollte aber besser zu „Friendloverplane“ von 1988 greifen, als THE BLUE AEROPLANES ihre Platten noch bei Fire Records veröffentlichten, wo die Songs deutlich sperriger waren, irgendwo zwischen Post-Punk und New Wave, oder man nennt es einfach Artrock. Ein Händchen für eingängige, regelrecht poppige Stücke hatten die Brüder Langley aber schon immer und erinnerten durchaus an die zur gleichen Zeit gestarteten THE GO-BETWEENS. THE BLUE AEROPLANES waren immer eine stilistische Wundertüte, das zeigen auch diese beiden Compilations sehr gut. Dabei fällt auf, dass eigentlich allen Songs eine musikalische Schärfe (gerade was den Gitarrensound angeht) und Kantigkeit innewohnt, denn auch auf ihren Major-Platten klangen THE BLUE AEROPLANES nie weichgespült beziehungsweise massenkompatibel. Im Kontext britischen des Indierock sind THE BLUE AEROPLANES aufgrund ihres zeitlosen Sounds definitiv eine Wiederentdeckung wert.

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