
Genau genommen ist „Pathways“ das erste Album der Band THE BURNING FLAGS, bei „Sandtimer“ gab es zuletzt noch den Zusatz „CHRIS MAGERL AND ...“. Nun sind sie jedenfalls auch dem Namen nach eine gleichgestellte Band ohne Leader und Hierarchie. Als jemand, der das musikalische Schaffen des Musikers Chris Magerl nun schon seit Ender der 1990er verfolgt, fällt es mir aber schwer, dieses Album unabhängig von seiner Person zu beurteilen. Zu sehr höre ich die unterschiedlichsten Phasen eines Songwriters heraus, der von Grunge über Hardcore und Alternative Rock bis hin zu Solo-Akustikgitarrenklängen nun wieder in härteren Gefilden gelandet ist. Natürlich gibt es nach wie vor den zerbrechlichen Gesang, die ruhigen, melancholischen Momente, die eingängigen Keyboardtöne. Die ersten drei Songs schließen mit ihrem melodischen Alternative-Punk-Sound noch an das Vorgängeralbum oder auch Magerls Powerpop-Band ONCE TASTED LIFE an. Aber spätestens bei Track Nummer vier „Breath under water“, dem darauf folgenden „Beyond the end of her street“ oder Song Nummer sieben „Hyperthermia“ neigen sie dazu, loszuknüppeln und zu eskalieren wie zu besten SICK OF SILENCE-Hardcore-Zeiten und machen das Album so zum härtesten Output Magerls seit langem. Insgesamt ergibt dies alles eine sehr, sehr starke Platte einer sehr, sehr guten Band.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #180 Juni/Juli 2025 und Joachim Hiller
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #180 Juni/Juli 2025 und H.C. Roth