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PIA UNITED

Peng!

Wer Punk erklären will, darf sofort getrost ernten – ein verschmitztes Lächeln, harschen Widerspruch und Etliches mehr. Die Fürstenwalder wissen darum und so heißt es in „Was ist Punkrock“: „Nichts Genaues weiß man nicht / Sei’n wir doch mal ehrlich / Sicher scheint nur eins / Punkrock ist gefährlich“ Das singt Frollein Höhne wie eine Anne Clark auf Deutsch in bisweilen munterem Sprechgesang und sie unterlässt dabei nie ein schelmisches Augenzwinkern. Ihr selbsterklärtes „zweites Debütalbum“ knüpft da an, wo das erste Debüt „Tach!“ stoppte, abgesehen davon dass die Coverversionen deutlich zurückgefahren wurden. „Container love“ von Philip Boa zaubern sie aber geradezu in die Langrille, das weiß sofort zu gefallen. Überhaupt sind PIA UNITED eine Art musikalischer Zug durch die Generationen und die junge Dame am Mikro bringt so was wie „NDW reloaded“ in die Kanäle. Erfrischend, anders, kein alter Wein aus neuen Schläuchen, sondern der Zeit angemessen. Wer redet denn immer von fehlendem Nachwuchs auf und vor der Bühne? „Heute mal radikal“ ist mein persönliches Highlight auf dieser rundum unterhaltsamen Scheibe, weil er am prägnantesten ihre coole Musik mit dem irren Wortwitz und der richtigen Botschaft paart.

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