
So fröhlich habe ich die Band noch nie erlebt. Die Punks aus Melbourne hat immer eine dunkle Wolke umgeben. Sängerin Natalie hat auf den ersten drei Alben Vokabeln wie „separate“, „mistakes“, „afraid“ oder „dying“ verwendet, in Songs über Trennungen, Waldbrände oder Stalker. Der Sound dazu war immer straight und voller Energie. Vor neun Jahren fingen Natalie, Greg, Iain und Frank an, in einer Garage zu jammen. Es folgen unzählige Konzerte. Bis heute haben PRESS CLUB allein in Melbourne 100 Shows gespielt. 2018 ploppte die Band mit ihrem Debütalbum „Late Teens“ bei uns auf. Es folgten zwei weitere Alben in vier Jahren: „Wasted Energy“ (2019) und „Endless Motion“ (2022), immer begleitet von ausgiebigen Touren kreuz und quer durch Europa. Insgesamt fünf Mal sind PRESS CLUB schon mit dem Van durch Deutschland, Niederlande oder Großbritannien gedüst. Jedes Mal kamen mehr Leute. Die Band ist längst Teil der Australian Punk Explosion mit Bands wie AMYL & THE SNIFFERS, CLOWNS, THE CHATS oder PRIVATE FUNCTION. Mit „To All The Ones That I Love“ werden sie gleich wieder ihre Koffer packen. Die zehn neuen Songs funktionieren bestimmt auf der Bühne ebenfalls hervorragend. High-Energy-Punkrock voller Melodien und Hooklines. Diesmal mit einem fetten Grinsen im Gesicht. Sängerin Natalie Foster lebt aktuell in einem All-time-High und das spiegelt sich auch in ihren Texten wider. Im Videoclip zu „Wasted years“ schippert die Band über den Yarra River in Melbourne, cruiset mit einem Cabrio durch die Stadt und kippt dabei Bier in sich rein. Der Titelsong „To all the ones that I love“ ist wie ein Liebesbrief an Familien und Freunde, die der Band während ihrer wochenlangen Konzertreisen den Rücken freihalten. „Champagne & Nikes“ schildert eine kuriose Begegnung in einem Spirituosenladen mit einem Typen, der hip und gefährlich zugleich war. „Tightrope“ ist eine Hommage an THE HIVES, eine erklärte Lieblingsband von PRESS CLUB, die Natalie und Co. beim Hurricane Festival in Deutschland kennen gelernt haben. Auf dem neuen Album klingen PRESS CLUB freundlicher, diverser und poppiger als je zuvor. Diesmal sogar mit Synthies. „Wir wollten einfach, dass die Songs, die wir geschrieben hatten, klingen sollten, wie die Songs das wollen, und nicht wie unser Publikum das von uns erwartet“, erklärt Natalie den Vibe im Studio. Aufgenommen, gemischt und produziert hat Gitarrist Greg Rietwyk im bandeigenen Studio in West Footscray, einem Vorort von Melbourne. PRESS CLUB sind und bleiben DIY. Deshalb kommt das vierte Album nicht wie seine drei Vorgänger beim britischen Indielabel Hassle heraus, Die Band hat Vertragsdeals mit Inertia (Australien) und Cargo (Europa) an Land gezogen und macht alles auf eigene Faust. Das Artwork stammt wie stets aus der Feder von Sängerin Natalie.
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