
Die Madrider Band ist mir schon auf dem vierten „Girlz Disorder“-Sampler positiv aufgefallen. Und jetzt legen sie mit „Pulling Hard“ schon ihr zweites Album vor. Melodischer Punkrock, Skatepunk, einen Schuss BAD RELIGION oder auch NOFX verschmelzen hier zu einem eingängigen Mix, der nach vorne drängt, sich in die Gehörgänge frisst, um sich dort einzunisten und durchaus länger zu verweilen. Songs wie „Here we go“ oder „Pubic enemy“ haben durchaus was von BAMBIX Mitte der 1990er Jahre zu Zeiten von „Crossing Common Borders“, gepaart mit einem ordentlichen Schuss Rock’n’Roll. Punk mit Melodie und Attitude! Das Coverfoto passt ebenfalls in diese Zeit. Eine Teenagerin liegt auf dem Bett, schaut auf ihr Klapphandy und hört Musik aus dem Discman. Daneben liegt eine E-Gitarre. Durch die Glasscheibe der der Zimmertür sieht man einen Schatten. Vielleicht der Vater. Das sieht aus wie die Ruhe vor dem Sturm, das riecht förmlich nach Stress. Passend dazu finden sich auf dem bunten Beiblatt neben den Texten auch die vier Musikerinnen als Teenies. Es befinden sich leider nur acht Songs, davon sechs auf Englisch, plus Intro auf der Scheibe. Davon hätte ich gerne mehr. PUBIC ENEMY haben einen ziemlich hohen Suchtfaktor!
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #182 Oktober/November 2025 und Triebi Instabil