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HOTLINE TNT

Raspberry Moon

Ganz, ganz tief in der Noisepop- und Indierock-Geschichte irgendwo zwischen MY BLOODY VALENTINE, TEENAGE FANCLUB und DINOSAUR JR. sonnt sich das dritte HOTLINE TNT-Album „Raspberry Moon“. Inzwischen vom Ein-Mann-Projekt mit wechselnden Gastmusikern zum vollwertigen Quartett mit Stammbesetzung zusammengewachsen, gibt es hier alles, was das Shoegaze-Herz begehrt: Luftig glitzerndes Gitarrenplingern, knackige Drums und leicht resignierter Gesang, die sich an gewaltigen Fuzzwänden reiben. Dazu lakonisch-kryptische Lyrics, wie gemacht für sarkastische Nerds und Misfits mit einem leichten Hang zur Selbstironie: Phasenweise innerlich von Selbstzweifeln zerfressen, aber irgendwie ist eigentlich doch alles ziemlich egal, solange es irgendwo was Betäubendes zu quarzen oder schlucken gibt. „I would do it all again / Come to find I just don’t fit in“. Warum sich Band-Mastermind Will Anderson wohl neben der Musik in diversen Projekten vom NBA/WNBA-Fanzine Association Update bis hin zum eigenen Twitch-Kanal (als poisonrhythm) mit Streamingcontent von „Mario Kart“ bis „Donkey Kong“ verliert, einen kalauernden Clip zu „Julia’s war“ drehen lässt und sich dann auf Bandfotos mit dem Funshirt-Aufdruck „You know what your problem is? You’re stupid.“ präsentiert? „My insecurity / Baby“!

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