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ZUCKERBECKER

Retortenstadt

Das zweite Album des Vierers aus Zürich. 2021 kam die Debüt-7“, 2023 das erste Album, auch schon beim Kölner Label Mörtel Sounds. „Kein Noise, sondern eher Punk“, schreibt Labelmacher Jesse auf dem kleinen beiliegenden Zettel, und das ist so allgemein, dass es mindestens nicht falsch ist. ZUCKERBECKER sind zwei Bands in einer: Singen sie auf Deutsch, wie bei der einen Hälfte der Stücke, erinnert das (zwangsläufig) an den hiesigen, harschen Prä-NDW-Post-Punk, bei den englischsprachigen ist man gedanklich eher im UK der frühen 1980er. Machen wir uns nichts vor: bestimmte Sounds erfindet man nicht neu, komplett neue Musik ist eine Illusion, alles baut auf allem auf, und wie ZUCKERBECKER ihre „Retortenstadt“ aufgebaut haben, das gefällt einfach, wenn man mit (wie Kalle Stille zuletzt im Ox schrieb) mit WIRE und THE FALL sozialisiert wurde, aber durchaus auch mit den frühen THE CURE. Mir gefallen das Stakkatohafte, der dominante Bass – und die Texte. Zitat aus „Antenne“: „Sprengen ist leicht / Und Technik empfindlich“. Ein kleines Detail am Rande: Sänger und Gitarrist Maurus Candrian war mal Ox-Praktikant.

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